Fachartikel

Im Test: Navicat Premium 11.1

Nicht wenige Applikation schreiben dem Administrator vor, welche Datenbank er zu verwenden hat. In der Regel sind dadurch mehrere zu betreuen. Womöglich möchte er zwischen diesen noch Daten austauschen. Dann bietet sich Navicat Premium als übergreifendes Datenbankverwaltungswerkzeug an. IT-Administrator wollte genauer wissen, wie das Tool funktioniert und was es leistet.
Navicat Premium stellt die Beziehungen zwischen mehreren Datenbanktabellen übersichtlich grafisch dar. Nicht geöffnete Verbindungen sind ausgegraut.
Seit vielen Jahren teilt sich eine gute Handvoll an SQL-Datenbanksystemen dieses Marktsegment. Sehr unterschiedlich sind die mitgelieferten Verwaltungsinstrumente, beginnend bei der simplen Kommandozeile bis hin zur komfortablen grafischen Oberfläche. Navicat von PremiumSoft besitzt eine Datenbank-unabhängige, einheitliche Verwaltungsoberfläche, unterstützt die Übertragung von Daten zwischen den Datenbanksystemen und erlaubt zeitgesteuerte Batchjobs. Enthalten sind weiterhin ein Import/Export-Assistent, Designer für Abfragen und Berichte sowie Funktionen zur Datensynchronisation und zur Sicherung.

Navicat Premium ermöglicht gleichzeitig Verbindungen zu MySQL, MariaDB, SQL Server, Oracle, PostgreSQL und SQLite. Damit unterstützt es den Großteil der verbreiteten Datenbanksysteme. Nur wenige bleiben außen vor, etwa das auch recht verbreitete DB2, sodass das Tool vielseitig einsetzbar ist. Vorteilhaft ist zudem, dass es Versionen für Windows, macOS und Linux gibt, wobei zu beachten ist, dass die Linux-Version den SQL-Server nicht unterstützt. Neben der vorgestellten Premium-Version gibt es auch Ausführungen für die einzelnen Datenbanken, die jede für sich günstiger sind und je nach Variante unterschiedlich kosten.

Installation im Handumdrehen
Im Test nutzten wir die Windows-Version. Beim Download ist es wichtig, darauf zu achten, dass es 32- und 64-Bit-Varianten gibt. Das rund 32 MByte große Setup ist einfach installiert, denn es wird nur der Installationspfad abgefragt. Abschließend ist ein Registrierungsschlüssel einzugeben, andernfalls ist das Tool zum Testen 14 Tage voll lauffähig und nutzbar.

Um mit der GUI arbeiten zu können, sind zuerst ein oder mehrere Datenbankverbindungen einzurichten. Dazu installierten wir in unserer Testumgebung einen SQL-Server 2014 Express, MariaDB 10.1, Oracle Database 11g Express und PostgreSQL 9.5 mit jeweils mindestens einer Datenbankinstanz, um dann mit Navicat Premium eine Verbindung zu diesen Datenbanken herzustellen.

Fazit
Der Tipp, Navicat Premium im IT-Administrator vorzustellen, kam von Stammlesern, die mit dem Tool positive Erfahrungen gemacht haben. Völlig zu Recht – Administratoren, die ständig mit mehreren Datenbanktypen umgehen müssen, werden Navicat Premium zu schätzen lernen. Statt verschiedener und zugleich unterschiedlich komfortabler Benutzeroberflächen der einzelnen Datenbanken bekommen sie mit diesem Tool ein einheitliches und leistungsfähiges Werkzeug an die Hand. Bezüglich der Arbeit mit den einzelnen Datenbanken bietet Navicat Premium praktisch alle Funktionen an, um Tabellen, Abfragen und Prozeduren einzusehen und zu editieren. Allein aus diesem Grund lohnt sich schon die Anschaffung dieses Tools.

Ein großer Mehrwert gegenüber den individuellen Managementwerkzeugen der Datenbanken besteht darin, dass Navicat Premium die Möglichkeit bietet, Daten und Strukturen zwischen verschiedenen Datenbanken zu übertragen beziehungsweise abzugleichen. Allerdings vermissten wir hier die Möglichkeit, Inhalte von einer Ansicht als Quelle am Ziel in eine Tabelle zu übertragen. Einen sehr positiven Eindruck hinterließ der Support via E-Mail. Im Laufe des Tests stellten wir einige Anfragen, die prompt beantwortet wurden.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 12/2016 ab Seite 16.
28.11.2016/ln/Jürgen Heyer

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