Fachartikel

All-Flash-Lösungen und moderne Software-Entwicklung

Agilität und Flexibilität sind heute für die Software-Entwicklung ein Muss. Doch DevOps, Container und OpenStack bringen wenig, wenn sie das Speichersystem ausbremsen. All-Flash-Lösungen können die Software-Entwicklung beschleunigen und ermöglichen effizientere Testverfahren. Sie unterstützen gemeinsam genutzte Plattform-Modelle und lassen sich aus OpenStack oder OpenShift heraus managen. Wie unser Fachartikel deutlich macht, fördern diese Modelle durch ihren hohen Automatisierungsgrad durchgängige DevOps-Prozesse.
Die DevOps-Verfahren Continuous Integration und Continuous Delivery lassen sich durch All-Flash-Speicher deutlich beschleunigen.
Vorbei sind die Zeiten, in denen Entwickler einmal im Jahr einen neuen Release herausbrachten. Heute erwarten Kunden von einem Hersteller, dass er seine Software kontinuierlich verbessert und an veränderte Bedürfnisse anpasst. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen in der Lage sein, schnell neue Produkte zu entwickeln. IT-Verantwortliche setzen deshalb zunehmend auf DevOps-Modelle, also die enge Verknüpfung von Entwicklung und IT-Betrieb. Dabei geht es darum, agile Methoden aus der Software-Entwicklung auch auf den Betrieb auszudehnen und möglichst viele Prozesse zu automatisieren, um Release-Zyklen zu verkürzen. Auch Container-Lösungen wie Docker gewinnen an Bedeutung. Sie ermöglichen es, Applikationen automatisiert in unterschiedlichen Umgebungen bereitzustellen oder von einer Plattform auf eine andere zu portieren.

Automatisieren, vereinfachen und beschleunigen: Das gelingt umso besser, je mehr auch die Storage-Infrastruktur diesen Weg unterstützt. Speicherlösungen für die moderne Software-Entwicklung müssen daher eine schnelle Performance bieten, eine Vielzahl an Kopien der Daten ermöglichen, horizontal skalierbar sein und sich automatisiert managen lassen. Im Idealfall funktionieren sie nach einem Plug-and-Play-Prinzip: Der Nutzer richtet sie einmal ein und muss sie anschließend nie wieder anfassen. Moderne All-Flash-Systeme wie NetApp SolidFire leisten dies. Welche Vorteile das für Entwickler bringt, zeigen die folgenden Beispiele aus der Praxis.
Performanter Speicher unterstützt DevOps-Methoden
IT-Experten wenden heute die DevOps-Verfahren Continuous Integration und Continuous Delivery an, um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen. Sie integrieren neuen Code kontinuierlich in einem zentralen Repository, wo die geänderte Version automatisiert erstellt und getestet wird, sodass sie jederzeit bereitgestellt werden kann. Dabei durchläuft der Code standardisierte Build- und Testprozesse. Diese sind umso schneller, je performanter der Speicher ist. Während ein Entwickler früher mehrere Stunden auf die Ergebnisse warten musste, hat er sie mit einem All-Flash-System innerhalb von wenigen Minuten parat. So sieht er sofort, ob Änderungen erfolgreich waren oder ob er noch einmal nachbessern muss. Dadurch kann er die Code-Qualität deutlich schneller verbessern und neue Features fertigstellen.

Mehrere Teams können ohne Performance-Einbußen auf derselben Plattform arbeiten
Softwareentwicklung findet heute zunehmend auf Plattformen wie Kubernetes oder OpenShift statt. Sie bieten ein Shared Environment, das heißt mehrere Teams arbeiten auf derselben Plattform an verschiedenen Applikationen. Mit herkömmlichen Speicherlösungen funktioniert das nur bedingt. Grund ist das sogenannte Noisy-Neighbour-Syndrom, das zu Performance-Einbußen führt: Diejenige Anwendung, die am lautesten nach mehr Ressourcen schreit, bekommt sie. Für die anderen bleibt dann nur der Rest. So kann ein Performance-hungriger Ausreißer seine Nachbarn stark beeinträchtigen.

All-Flash-Speicher wie SolidFire lösen dieses Problem, indem sie eine Ressourcen-Kontrolle beinhalten. IT-Verantwortliche können für jedes Volume drei Werte vorgeben: die minimalen Input/Output Operations pro Sekunde (IOPS), die maximalen und die Burst IOPS. Der Minimalwert bedeutet: Diese Performance ist für das Volume garantiert und wird nie unterschritten. Jede Applikation erhält also die Ressourcen, die sie braucht. Dank dieser garantierten Leistung müssen Entwickler auch zum Testen keine neue Hardware aufsetzen, sondern können parallel in derselben Umgebung arbeiten.

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26.04.2017/ln/Georg Mey, Principal Technologist bei NetApp

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