Fachartikel

Seite 2 - Cloud-Backup für VMware-Umgebungen

1. Offsite-Infrastruktur
Cloud-basierte Infrastrukturen für Backup und Datenwiederherstellung lassen sich komplett extern pflegen. Damit entfallen teure Hardware-Anschaffungskosten oder Lizenzkosten für Softwareprogramme, die aktualisiert werden müssen. Unternehmensweite, regionenübergreifende Public-Cloud-Infrastrukturen erlauben eine zuverlässige, dauerhafte, schnelle und kosteneffektive Datenwiederherstellung. Offsite replizierbare Virtual Machines ermöglichen außerdem, durch Systemausfälle verursachte Negativfolgen für die Produktivität abzuwehren.

2. Bessere Agilität

Mit einer Datenmanagement-Strategie auf Cloud-Basis sind schnellere Reaktionszeiten möglich — Disaster Recovery bei Systemausfällen beispielsweise erreicht eine Recovery Time Objective (RTO) von wenigen Minuten. Auch die Prozesse zur Replikation und Bereitstellung von virtuellen Maschinen (VMs) in mehreren Regionen laufen schneller ab. Unternehmen können so Gesetzesvorgaben in unterschiedlichen Ländern einhalten, in Dev/Test-Umgebungen sogar VM-Backups vom Datacenter auf die Public Cloud verlagern und ganze VM-Instanzen oder einzelne Dateien bei Bedarf wiederherstellen. Die Deduplizierung von Daten und mehrstufig optimierte Speicherebenen reduzieren dabei den Speicheraufwand, was zusätzliche Kosteneinsparungen, Effizienz- und Geschwindigkeitsgewinne erlaubt.

3. Dynamische Wiederherstellung und Datenmobilität
In der Cloud lassen sich VMs im DR-Ausfallsicherungsmodus sofort wiederherstellen und für Produktions- oder Dev/Test-Umgebungen umgehend replizieren. Zugleich sinkt der Arbeitsaufwand innerhalb von Cloud-Infrastrukturen, wenn die Replikation und Datenwiederherstellung auf mehrere Standorte verteilt werden. Cloud-native DR-Mechanismen vermeiden, dass Organisationen vollständige Kopien der Produktionssysteme zeit- und arbeitsintensiv in Rechenzentren lagern müssen. Stattdessen lassen sich replizierte Virtual Machines per Push-Funktion auf beliebigen Standorten einspielen und Arbeitsabläufe im Falle eines Systemausfalls vereinfachen.


Auch im Virtualisierungsumfeld lässt sich ein Cloud-zentriertes Backup mit den richtigen Werkzeugen – hier Druva Phoenix – gut umsetzen.
4. Vereinfachtes Management
Das IT-Management Cloud-basierter Backup-Prozesse ist deutlich einfacher als bei On-Premise-Lösungen. Server-Backup und DR-Policies lassen sich ortsunabhängig konfigurieren und überwachen, um unnötige Arbeiten für komplexe Storage-Prozesse, Rechenpower und Netzwerkmanagement zu vermeiden. Mit intelligentem Daten-Tiering gelingt es dabei, VMs kosteneffizient für eine Langzeitarchivierung im Rahmen von Compliance-Vorgaben zu speichern und manuelle Prozesse zu unterbinden. Daten werden dynamisch zwischen den verschiedenen Plattentypen und RAID-Leveln bewegt, was eine optimierte Verfügbarkeit ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand bewirkt. In Cloud-Umgebungen können VMware-Administratoren dabei Dateninhalte über mehrere Datenquellen hinweg analysieren, um ein besseres Verständnis für potentielle Daten- und Compliance-Risiken zu erreichen.

5. Niedrigere Gesamtkosten
Time is Money: Automatische Backups in der Cloud benötigen keine kostenintensiven Hardware-Appliances oder Rechenzentren auf Unternehmensseite. Als Folge werden Datensilos vermieden und der Administrationsaufwand sinkt. Backup, Disaster Recovery, Datenanalyse- und -archivierung stehen aus einer Hand auf einem zusammenhängenden Dataset zur Verfügung.

Fazit
Die zunehmende Virtualisierung führt in allen Bereichen zu neuen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die bestehende Speicherlandschaft in den Unternehmen. Effizienz, Agilität und Verfügbarkeit als zentrale Geschäftsziele der Virtualisierung werden durch komplexe, langjährige On-Premise-Datensicherungslösungen behindert, beziehungsweise nicht effizient unterstützt. Bei der Speicherung virtueller Daten ist eine Reduzierung notwendiger Hardware, Software und administrativer Lasten aus mehreren Gründen sinnvoll und mit modernen Cloud-Technologien mittlerweile auch realisierbar. Immer mehr Unternehmen stellen deshalb auf einen reinen Cloud-Ansatz bei Backup, Archivierung und Disaster Recovery um — eine Datensicherung aus der Cloud in die Cloud. Mit der Möglichkeit, Daten von überall nach überall wiederherstellen zu können, sinkt nicht nur die Komplexität klassischer On-Premise- oder Hybrid-Datensicherungslösungen, sondern steigt auch die Anzahl der möglichen Wiederherstellungsszenarien.

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17.05.2017/ln/Andreas Sturm, Enterprise Sales Director bei der Druva GmbH

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