Fachartikel

Anwenderbericht: Storage-Management im Kreativsektor

Hogarth Worldwide ist eine auf Marketingimplementierung spezialisierte Agentur mit Niederlassungen an über 20 Standorten. Allein in den Londoner Büros wird Videomaterial in einer Größe von rund 1,5 PByte gespeichert. Dieses Volumen soll durch höhere Auflösungen und Frame-Raten in Zukunft noch weiter ansteigen. Unser Anwenderbericht zeigt, wie sich die deutlich gestiegene Komplexität beim Storage-Management nicht zuletzt durch die getrennte Skalierung von Performance und Kapazität meistern ließ.
Hogarth ist auf die Produktionsseite des Werbegeschäfts spezialisiert und sieht sich mit stark wachsenden Datenmengen konfrontiert.
Angefangen hat alles 2008 in einem Londoner Dachgeschoss mit 14 Mitarbeitern. Heute beschäftigt Hogarth Worldwide Hunderte Mitarbeiter an über 20 Standorten von New York über Singapur bis Bukarest. Die Hogarth-Teams sind Experten im Bereich der Medienproduktion und befassen sich ausschließlich mit der Implementierung von Marketing- und Werbeaktivitäten. In enger Zusammenarbeit mit Werbeabteilungen von Großunternehmen und mit Kreativagenturen entwickeln sie Werbung für unterschiedliche Medien und Plattformen, darunter Broadcasting, Postproduktion, CGI-Content, Effekt-Editing, Lokalisierung und Distribution. Allein im letzten Jahr hat Hogarth die Anzahl seiner Mitarbeiter verdoppelt, und immer wieder müssen die Ressourcen für bestimmte Projekte kurzfristig aufgestockt werden.

Workflow-basiertes Geschäftsmodell
Die Spezialisten von Hogarth sind mit allen Aspekten der Implementierung und Bereitstellung hochwertiger Inhalte vertraut und können Projekte damit äußerst schnell und effizient abwickeln. "Ich glaube, Hogarth hat als erstes Unternehmen überhaupt auf Applikations- und Infrastrukturkompetenz gesetzt, um hochqualitatives Werbe- und Marketingmaterial zu implementieren", so Nick Wood, Production Systems Manager bei Hogarth. " Wir arbeiten mit vielen unterschiedlichen Kreativteams in anderen Unternehmen zusammen, sodass wir unsere gesamte Energie auf unsere Kernkompetenz verwenden können – die Produktion und Implementierung."

Hogarth setzt auf eine Infrastruktur, die effiziente Workflows für Zusammenarbeit, Asset-Management und Datenspeicherung ermöglicht. Auf einem äußerst umkämpften globalen Markt sichern diese Technologien dem Unternehmen wertvolle Geschäftsvorteile. Hogarth passt seine Infrastruktur und Tools regelmäßig an neue Entwicklungen und Anforderungen an und bietet seinen Kunden und Partnern rund um den Globus Echtzeit-Zugriff auf Content.
Neue Technologien für geänderte Anforderungen
Hogarth weiß, dass sich die Workflow-Abläufe in der Branche geändert haben und was das für Terminpläne und Budgets bedeutet. In den Anfangstagen der Branche wurden viele hochwertige Arbeiten auf Film aufgenommen, dann entwickelt und gescannt. Die Verarbeitung am Backend hat das Team von Hogarth selbst übernommen. Die Kosten entstanden zum Großteil im Vorfeld und waren ziemlich offensichtlich. Heute sieht die Lage anders aus – jede Aufnahme erfolgt direkt auf Disk.

"Und neuer Speicher ist unglaublich günstig – ein Terabyte kostet derzeit um die 100 Britische Pfund. Die Kameras laufen länger und können mehr Rohmaterial vorhalten", berichtet Wood. Heute hat Hogarth allein in den Londoner Büros rund 1,5 PByte Daten. Dieses Volumen soll durch höhere Auflösungen und Frame-Raten in Zukunft noch weiter ansteigen. Auf den ersten Blick scheint digitaler Content im Gegensatz zu Film kostenlos zu sein. Tatsächlich seien Kosten und Komplexität aber einfach auf das Storage-Management verlagert worden, ist sich Wood sicher.

Schnelle Skalierung bei stetigem Wachstum
Die effektive Bewältigung dieses Teils des Prozesses angesichts neuer Technologien und explodierender Datenvolumen ist ein Schlüssel zum Erfolg von Hogarth. Zunächst arbeitete Hogarth nur mit zwei Plattformen: macOS und Xsan. Später kamen Windows und Linux sowie neue Funktionalität hinzu, um mit den steigenden Projektanforderungen Schritt zu halten. Von Beginn an war Quantum StorNext Bestandteil der Infrastruktur.

Bei Hogarth wurde schon sehr früh damit begonnen, Xsan-Umgebungen auf Scale-Out-Storage-Lösungen umzustellen, da sie die nötige Flexibilität, Performance und Skalierbarkeit versprach. Zudem bot sie den Teams die Möglichkeit, Projekte plattformübergreifend, das heißt unter macOS, Linux und Windows, gemeinsam zu bearbeiten. Heute sind bereits an zwölf Standorten StorNext-Umgebungen installiert. Mit dem steigenden Datenvolumen sollen künftig noch mehr dazukommen.

StorNext ermöglicht Hogarth auch schnelle Erweiterungen. So können bei plötzlich steigendem Workload schnell zusätzliche Disk-Kapazitäten für einzelne Büros bereitgestellt werden. Zudem lässt sich das System nahezu sofort um weitere Workstations ergänzen. In der Vergangenheit war das schon nötig. Für ein Großprojekt mussten Wood und sein Team die Anzahl der Workstations von fünf oder sechs auf 40 erhöhen. Mit StorNext stellte das kein Problem dar.

Fazit
Der Hersteller bot Hogarth die nötige Flexibilität, sich jeder neuen Anforderung anzupassen. Ursprünglich wurde das System durch Quantum-M330-Controller gesteuert. Vor Kurzem hat das Unternehmen ein Upgrade auf Xcellis Workflow Director vorgenommen. Xcellis Workflow Director-Appliances werden mit vorinstallierter StorNext-Software für ausgereiftes Datenmanagement sowie vorkonfiguriertem Metadatenspeicher bereitgestellt. Sie eignen sich damit für Ingest und gemeinsamen Zugriff in Höchstgeschwindigkeit – bei maximaler Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit.

Xcellis ermöglicht Hogarth die getrennte Skalierung von Performance und Kapazität. Zudem besteht die Möglichkeit, NAS-Systeme in den Storage-Pool aufzunehmen. "Der Umstieg von M330-Appliances auf Xcellis Workflow Director war völlig unproblematisch", so Wood, "und konnte an einem Wochenende abgeschlossen werden." Die tatsächliche Umstellung dauerte nur ein paar Stunden. Alle Daten ließen sich nahtlos übertragen und synchronisieren. Die Produktionsteams haben davon nichts mitbekommen. In der Regel läuft das System ganz von allein.
18.10.2017/ln/Gabriel Chaher, Vice President, Global Market Development bei Quantum

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