Fachartikel

Zentrales Datenmanagement bei der Refratechnik-Gruppe

Um ihr Datenmanagement zu professionalisieren, hat die Refratechnik Gruppe eine zentrale SAP-BW/4HANA- und SAP-Analytics-Cloudumgebung aufgebaut. Das Ziel: Kombinierte Analysen verschiedener Bereiche, um Kunden und Prozesse besser zu verstehen. Nötig waren dazu nicht zuletzt eine Datenharmonisierung sowie eine Live-Datenanbindung, was das Projekt auch zu einer gewissen Pionierarbeit machte. Unser Anwenderbericht hat festgehalten, wie Geschäftsführer weltweit im Ergebnis nun in Echtzeit mobil auf Berichte zugreifen können.
Am Hauptsitz der Refratechnik-Gruppe ging es um eine weitere Professionalisierung des Datenmanagements.
Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, den ganzen Mehrwert aus ihren Daten herauszuholen. In den nächsten fünf Jahren soll die weltweit produzierte Datenmenge weiter wachsen und das sogar auf 145 Zettabyte – eine Zahl mit 21 Nullen. Umso relevanter ist es für Unternehmen, in dieser Datenflut den Überblick zu bewahren.

Die Digitalisierung ihrer Systeme und Prozesse hat für die Refratechnik Gruppe höchste Priorität. Das globale Unternehmensnetzwerk im Bereich der Feuerfestindustrie mit insgesamt 27 Standorten und knapp 2000 Mitarbeitern will das volle Potenzial seiner Daten ausschöpfen. Aus diesen Gründen wurden zur effizienten Informationsbeschaffung in der Vergangenheit bereits Daten harmonisiert. Nun standen die Bereiche Business Analytics, zentrale Datenhaltung und das Thema zeitgemäße Analytics-Prozesse im Fokus. Dafür zog sich die Refratechnik Gruppe die Expertise von msg treorbis, ein auf SAP spezialisiertes Systemhaus der msg-Gruppe, hinzu.
Komplexes Vorhaben trotz komfortabler Ausgangslage
Trotz der vergleichsweise guten Ausgangslage durch die in den vergangenen Jahren durchgeführte Datenharmonisierung des Unternehmens war die Aufgabenstellung des Projekts komplex: Es sollte ein Business-Intelligence-Tool eingeführt werden, das für die Zielgruppe (Top-Management und leitende Positionen in Tochtergesellschaften) intuitiv funktioniert und einfach zu bedienen ist. Zusätzlich sollte eine Live-Datenanbindung gewährleistet werden, was das Projekt hinsichtlich der Datenmodellierung zu einer gewissen Pionierarbeit machte.

Wichtig war zudem, dass das Tool mit den bestehenden SAP-ERP-System und weiteren SAP-Cloudsystemen, aber auch mit anderen Tools (wie zum Beispiel einer SQL-Datenbank) hochgradig integrierbar ist. Mit Blick auf die Anforderungen wurde klar, dass das Produkt SAP Analytics Cloud eindrucksvolle Visualisierungen ermöglichen würde. Um aber das gesamte Potential der SAP Analytics Cloud zu nutzen, war die Implementierung einer zusätzlichen strategischen Data Warehouse Software notwendig, bei der die Wahl auf SAP BW/4HANA fiel.

Für jedes Datenmodell, das nun an SAP BW/4HANA angebunden wurde, mussten die Stammdaten auf globaler Ebene geprüft und falls erforderlich von den Fachabteilungen überarbeitet werden. Dies war nötig, obwohl das Unternehmen in den letzten Jahren bereits diverse SLO-Projekte (System Landscape Optimization) umgesetzt hat und eigentlich über einheitliche Finanz-, Material- und Vertriebsdaten verfügte.

Aber neben einem einheitlichen Materialstamm sind noch andere Merkmale entscheidend, die im Zuge eines Projekts strukturiert werden müssen. Ein Beispiel: Die Daten können zwar einheitlich angelegt sein, aber sie liegen dennoch nicht in einer einheitlichen Sprache vor. Refratechnik traf bei diesem Projekt daher die Entscheidung, sämtliche Texte durchgängig auf Englisch in das SAP Business Warehouse zu laden. Gerade diese Setzung ermöglicht ein schnelles Ausrollen der erstellten Analytics-Modelle in ausländische Konzerngesellschaften.

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12.05.2021/ln/Alexander Bätz, Management Consultant der msg treorbis GmbH

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