Grundlagen

Storage Management

Der Begriff Storage Management bezeichnet die Technologien und Prozesse, die in Unternehmen zu Einsatz kommen, um die Leistungsfähigkeit und Produktivität der Speichersysteme zu maximieren. Im besten Fall soll die Datenablage auch einfacher werden, zudem ist Zukunftsfähigkeit gefragt. All diese Anforderungen bereiten den IT-Abteilungen oft Bauchschmerzen. Modernisieren Unternehmen ihre Speichersysteme, können sie mit Funktionen wie Auto Tiering und Speichervirtualisierung mehr Leistung aus ihrem Speicher herausholen. Nicht zuletzt automatisieren sie so idealerweise auch typische Aufgaben. Nicht immer jedoch lässt sich die Komplexität in gleichem Maß senken.
Die Anforderungen an die Speichersysteme im Unternehmen haben sich durch Big Data, Business Intelligence und die Cloud geändert. Gefragt sind heute flexible Lösungen, die unterbrechungsfrei und weitgehend automatisiert laufen und dabei vor allem einfach zu verwalten sind. Die Realität in vielen Unternehmen sieht jedoch anders aus. Das Storage-Management wird immer komplizierter und aufwändiger, je mehr Speichersysteme, Daten und Funktionen unter einen Hut zu bringen sind.

IT-Abteilungen stehen heute vor der gewaltigen Anstrengung, ihre heterogenen Speicherinfrastrukturen, die über die Jahre gewachsen sind und immer wieder angepasst wurden, vernünftig zu verwalten. Nicht selten kennen sich nur noch die Experten mit der eigenen Storage-Infrastruktur und den verschiedenen Administrationstools aus, die die Systeme aufgesetzt und betreut haben. Verlassen sie das Unternehmen, ist guter Rat teuer.

Zentrales Management
Als erster Schritt aus diesem Dilemma bietet sich an, die Speichersysteme zentral zu managen und damit die Komplexität in den Griff zu bekommen. Unterschiedliche Komponenten sollen über eine einheitliche Plattform erfasst und konfiguriert werden. Die IT-Mitarbeiter müssen sich dadurch nicht länger mit jeder einzelnen Komponente und ihren Eigenheiten befassen und dabei verschiedene Konfigurationstools zu Rate ziehen. Ein Administrator kann vielmehr in einer zentralen Konsole die zur Verfügung stehenden Ressourcen im SAN verwalten. Das vereinfacht die gesamte Speicherverwaltung erheblich.

Tiering und Automatisierung
Gleichzeitig müssen neue Storage-Technologien integriert werden, um die steigenden Anforderungen der Geschäftsanwendungen zu erfüllen. Auf manche Daten wird häufiger zugegriffen als auf andere, während Realtime-Anwendungen einen besonders schnellen Datenzugriff verlangen. Die Fülle der Speichermodule mit altbewährten Bordmitteln manuell dafür zu konfigurieren, wird immer schwieriger. Mit modernen Speicherfunktionen lassen sich Daten priorisieren und die Verwaltung größtenteils automatisieren.

Software-Defined Storage
Um all diese Lösungsansätze wie Virtualisierung, Automatisierung und eine vereinfachte, zentrale Speicherverwaltung unter einen Hut zu bringen, ist Software-Defined Storage das Schlagwort der Stunde. Anstatt sich mit einzelnen Hardware-Komponenten und Konfigurationstools herumzuschlagen, fließen die Speichersysteme in einer virtuellen Umgebung zu einem Speicherpool zusammen. Die Konfiguration gelingt mit Hilfe einer mächtigen Software-Suite, die als zentrales Werkzeug alle Stellschrauben im Speichernetz bedient und viele Hardware-seitigen Limitierungen aufhebt. Zu den weiteren Elementen des Storage Management gehören zudem Backup und Replikation, Mirroring, die Absicherung des Storage, Kompression sowie Traffic-Analyse und Monitoring.

Ausarbeiten einer Strategie
Eine große Herausforderung ist und bleibt die Entwicklung einer Strategie, doch das Setzen von Prioritäten, die Ausarbeitung einer detaillierten Ist-Analyse und der proaktive Know-how-Aufbau stellen erste wichtige Schritte dar. As-a-Service-Angebote bilden auch beim Storage management eine Alternative zur klassischen Herangehensweise, die besonders interessant sind, da sich Cloud- mit Vor-Ort-Lösungen kombinieren lassen.
27.11.2015/Bob Plumridge/Florian Hettenbach/ln

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