Meldung

Solarisbank migriert auf AWS

Die IT-Systeme von Banken sind kritisch, so basieren unter anderem die Online-Banking-Dienste für Kunden samt der Abwicklung von Zahlungen auf ihnen. Dabei bilden häufig Legacy-Systeme das in die Jahre gekommene Fundament. Die Solarisbank setzt nun alles auf die Cloud und hat ihre Kernbankensysteme sowie alle digitalen Produkte und Datenbanken auf AWS migriert.
Die Solarisbank AG [1] hat ihre IT-Systeme als erste Bank in Deutschland vollständig in die AWS Cloud migriert. Mit ihrer Vollbanklizenz ermöglicht es die Banking-as-a-Service-(BaaS)-Plattform für Geschäftskunden, anderen Unternehmen ihre Finanzdienstleistungen anzubieten. Die modularen Bankdienstleistungen der Solarisbank lassen sich direkt in das Produktportfolio des Kunden einbinden. Die Plattform bietet neben digitalen Bankkonten und Zahlungskarten auch Identifikations- und Kreditprodukte, Verwahrung von digitalen Vermögenswerten sowie Dienstleistungen von integrierten Drittanbietern.

Mit Hilfe von AWS [2] konnte die demnach Solarisbank alle Dienste, einschließlich den Kernbankensystemen, ohne Ausfallzeiten oder sonstige Auswirkungen für die Kunden in die Cloud verlagern. Innerhalb von nur sechs Minuten hatte sie laut AWS auch ihre größte firmeninterne Datenbank eingerichtet und auf den Amazon Relational Database Service (RDS) migriert. Dabei handelt es sich um einen Dienst, der die Einrichtung, den Betrieb und die Skalierung einer relationalen Datenbank in der Cloud vereinfachen soll.

Mehr Rechenleistung im Container
Mit dem Betrieb auf AWS habe die Solarisbank nun Zugang zu mehr Rechenleistung als mit ihrer IT-Infrastruktur vor Ort, sodass sie große Transaktionsvolumen verarbeiten und Kundenkonten wesentlich schneller etablieren könne. Zum Einsatz kommen Amazon Elastic Container Service (Amazon ECS), ein verwalteter Container-Orchestrierungsdienst, sowie AWS Fargate, eine serverlose Compute Engine für Container, die die Anwendungsentwicklung vereinfache.

Damit sei die Solarisbank in der Lage, Applikationen wesentlich effizienter zu entwickeln und kontinuierlich neue und innovative Finanzprodukte für ihre Kunden einzuführen. Durch den Umstieg sind die Produktteams aus verschiedenen Geschäftsbereichen in der Lage, die (IT-)Infrastruktur "as Code" zu entwickeln. Dabei handle es sich um die Bereitstellung und Verwaltung von Cloudressourcen in Form eines Templates, das sowohl Menschen lesen als auch Maschinen verarbeiten könnten. Auf diese Weise könne die Solarisbank beispielsweise Änderungen prüfen und Bereitstellungen automatisieren sowie Infrastrukturressourcen automatisch implementieren und verwalten.

Mit der Architektur der Solarisbank sollen sich benötigte Ressourcen samt Abhängigkeiten schnell zur Verfügung stellen, der Entwicklungsprozess beschleunigen und mehr Innovationen vorantreiben lassen. Gleichzeitig erhalte das Unternehmen seine internen Genehmigungsprozesse, um für die gesamte Architektur Compliance, Sicherheit und Integrität zu gewährleisten.

Über eine Schnittstelle zur Banking-Infrastruktur könne die Solarisbank ihre Technologien nun weltweit mehr Kunden zur Verfügung stellen, die damit technologische und regulatorische Hürden bei der Entwicklung eigener Finanzprodukte überwinden könnten. Gleichzeitig biete die API eine hochsichere, schnelle und einfache Möglichkeit, Bankdienstleistungen, die mit den Solarisbank-Systemen integriert sind, auf den Markt zu bringen.
30.11.2020/dr

Tipps & Tools

Vorschau Februar 2021: Sichere Virtualisierung [18.01.2021]

Virtualisierung sorgt für deutlich mehr Flexibilität in der IT. Doch wollen auch virtuelle Umgebungen richtig abgesichert sein. Im Februar beleuchtet IT-Administrator den Themenschwerpunkt "Sichere Virtualisierung". Darin erfahren Sie, auf welchen Wegen Sie Ihre Hyper-V-Umgebung schützen und Backups ihrer virtuellen Umgebungen erstellen. Außerdem lesen Sie im Februar, was die Cybersicherheitsagentur ENISA in Sachen sichere Virtualisierung vorgibt und wie Sie Befehle in Kubernetes mit StatusBay analysieren, bevor diese zur Anwendung kommen. In den Tests werfen wir unter anderem einen Blick auf die Veeam Availability Suite. [mehr]

Ein frohes Neues! [1.01.2021]

"Liegt das neue Jahr vor dir und das alte hinter dir, lass das alte liegen und hebe das neue auf." Dieses Sprichwort bringt es ganz gut auf den Punkt. 2020 war kein leichtes Jahr, liegt aber hinter uns und wir können mit guten Vorsätzen und Zuversicht ins neue Jahr starten. Wir hoffen, dass Sie trotz der aktuellen Umstände eine frohe Weihnachtszeit hatten und drücken die Daumen für 2021. Damit Sie auch in diesem Jahr ausreichend mit Lesestoff versorgt sind, sollten Sie einen Blick auf unser Sonderheft "VMware vSpehere 7 – Server, Netze und Storage virtualisieren" werfen. [mehr]

Fachartikel

Im Test: Veeam Availability Suite 11 [25.01.2021]

Die Datensicherungssoftware Veeam Backup & Replication als Hauptbestandteil der Availability Suite ist seit Jahren bei KMU weit verbreitet. Zusätzliche Anforderungen wie der Betrieb in der Cloud und der Einsatz auf verschiedenen Virtualisierungsplattformen verlangen immer wieder Funktionserweiterungen. Sehr interessant für Multiplattform- und Cloudumgebungen sind die Möglichkeiten zur VM-Migration und -Konvertierung. Gut gefallen in Version 11 hat uns außerdem die CDP-Funktion, um bei einem Ausfall einen Failover mit nur minimalem Datenverlust zu realisieren. [mehr]

Buchbesprechung

Windows 10 Pannenhilfe

von Wolfram Gieseke

Anzeigen