Fachartikel

Seite 2 - Synchrone Spiegel gekonnt aufbohren

Mit Zerto Virtual Replication synchrone Spiegel erweitern
Viele Unternehmen suchen daher nach Lösungen, die ihre Ausfallsicherheit verbessern, ihre Storage- und Disaster-Recovery-Strategien (DR) auf die virtualisierte Ära und Cloud-Technologien abstimmen und das komplexe Management vereinfachen. Ganz oben auf der Wunschliste der meisten Unternehmen in Verbindung mit synchronen Spiegeln finden sich eine vereinfachte Verwaltung, minimale Datenverluste und Ausfallzeiten bei logischen Fehlern sowie eine generelle Reduzierung der Kosten für Infrastruktur und Management.

Zerto Virtual Replication (ZVR) ist eine komplette Softwarelösung mit Hypervisor-basierter Replikation mit Journaling als Kernstück. Es bietet Replikation, Recovery Automation, Continous Data Protection (CDP), Backup, Migration von Hypervisor-, Hardware- oder Cloud-basierten Anwendungen in einem einzigen Werkzeug. Durch die Integration mehrerer Komponenten in ein einziges Produkt entfällt die Komplexität des Schutzes virtualisierter Anwendungen und der Aufwand für den Schutz von DR-Lösungen erheblich. ZVR eignet sich theoretisch sehr gut, um die Funktionalität eines synchronen Spiegels zu verbessern. In der Praxis lässt sich dies gut testen, da die Software in nur wenigen Minuten auf VMware vSphere aufgespielt ist. Eine kostenlose Testversion gibt es mit Registrierung auf der Zerto-Website [1].

Wir zeigen im Folgenden, wie sich die Software in VMware vSphere installieren lässt. Zerto bietet eine Expressinstallation an, die nur die IP-Adresse, den Site-Namen und die Verbindungsdaten zum vCenter-Server benötigt. Mit der Expressinstallation ist ZVR innerhalb von Minuten auf einem vSphere-Cluster mit zwei ESX-Hosts und einem dritten ESX-Host als DR-Site ohne Ausfallzeiten in betriebsbereit. ZVR wird als VM in jedem Standort installiert, in dem Sie VMs schützen und wiederherstellen wollen. Eine benutzerdefinierte Installation, bei der die von ZVR zu verwendenden Ports wählbar sind, ist ebenfalls möglich.
Komponenten und Systemvoraussetzungen
Die Installation von ZVR besteht aus vier Komponenten. Zum einen dem Zerto Virtual Manager (ZVM). Dabei handelt es sich um einen Windows-Dienst, der die Replikation auf Standortebene verwaltet. ZVM überwacht den vCenter-Server, um das Inventar von VMs, Platten, Netzwerken, Hosts et cetera zu ermitteln. Zum zweiten bedarf es der Unterstützung von OVF (Open Virtualization Format), um die Installation von Virtual Replication Appliances (VRAs) zu ermöglichen. Dabei handelt es sich um eine VM, die auf jeder ESX/ESXi-Hosting-VM, die geschützt oder wiederhergestellt werden soll, installiert ist. Sie verwaltet die Replikation von Daten geschützter VMs an den Wiederherstellungsstandort.

Dritter Bestandteil ist die Virtual Backup Appliance (VBA), ein Windows-Dienst, der Backups innerhalb von ZVR verwaltet. Der VBA-Dienst läuft auf derselben Maschine wie der Zerto-Virtual-Manager-Dienst und verwaltet die Repositories, in denen Offsite-Backups gespeichert werden. Diese Repositories können lokal oder in einem gemeinsamen Netzwerk liegen. Vierte Komponente ist die Zerto-Benutzeroberfläche. Die Wiederherstellung mit ZVR erfolgt in einem Browser oder im VMware Web Client oder der Client-Konsole.

Der Hersteller empfiehlt die Installation von ZVM mit dem folgenden Profil:

  • Auf einer dedizierten VM.
  • Mit einem dedizierten Administratorkonto.
  • Auf dem System sollten keine weiteren Anwendungen installiert sein. Ist dies doch der Fall, muss der ZVM-Dienst genügend Ressourcen erhalten und HA aktiviert bleiben.
  • Bei aktivierter Hochverfügbarkeit von VMware vSphere.
  • Die VM-Restart-Policy ist auf "Hoch" gesetzt.
Die ZVR-Architektur unterstützt Flat-LAN-Netzwerke, VLAN-Netzwerke, einschließlich privater und stretched VLANs, WAN-Emulation und VPN-IPsec. NAT-Firewalls finden keine Unterstützung. Die minimale dedizierte Bandbreite muss mindestens 5 MBit/s für die Datenbankanforderungen betragen. Standardmäßig findet eine eingebettete SQL-basierte Datenbank Verwendung, es ist jedoch möglich, eine extern verwaltete Datenbank zu nutzen. Microsoft SQL Server 2008, 2008R2, 2012, 2014, 2016 werden unterstützt und die folgenden Berechtigungen müssen gesetzt sein:

  • Public- und dbcreator-Serverrollen.
  • Berechtigung zur Verbindung mit der Datenbank-Engine.
  • Login aktiviert.
  • Im User Mapping ist die "Master"-Datenbank auszuwählen, unter der die ZVR-Datenbank angelegt und sowohl db_owner als auch public für die Datenbankrollenzuordnung gesetzt werden.
Zerto empfiehlt die Verwendung von SQL Server Enterprise Edition, wenn 4 oder mehr Standorte oder 40 oder mehr Hosts mit geschützten oder wiederhergestellten VMs vorhanden sind oder wenn mehr als 400 VMs zu schützen sind.

Die Verwendung einer extern verwalteten Datenbank erfordert die folgende Konfiguration für den Rechner, auf dem SQL Server läuft: Vier CPUs oder zwei Dual-Core-CPUs und 16 GByte RAM und 20 GByte für die Datenbank und die Protokolle, die der Zerto Virtual Manager erzeugt.


Bild 1: Die Komponenten greifen ineinander, um ein standortübergreifendes Disaster Recovery zu ermöglichen.

Das obige Diagramm zeigt die Umgebung nach der Einstellungen zur Replikation und Wiederherstellung. Das Diagramm zeigt auch, wie die Hauptkomponenten von ZVR zum Einsatz kommen, um eine standortübergreifende Disaster Recovery zu ermöglichen.

   Seite 1: Synchrone Spiegel mit Nachteilen
   Seite 2: Komponenten und Systemvoraussetzungen von ZVR
   Seite 3: Installation von ZVR in vSphere-Umgebungen

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7.02.2018/ln/Johan van den Boogaart, Regional Sales Manager DACH bei Zerto.

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