Fachartikel

Seite 3 - Synchrone Spiegel gekonnt aufbohren

Installation von ZVR in vSphere-Umgebungen
Die Installation von ZVR bringt den Zerto Virtual Manager ein und kopiert die Installationssoftware der Virtual Replication Appliance. Eine vollständige Installation umfasst die Installation von ZVR auf der geschützten Seite und allen Recovery-Standorten. Wenn beide Seiten eines Clusters von einem einzigen vCenter-Server verwaltet werden, wird ZVR auf nur einer Seite installiert. Zerto empfiehlt in diesem Fall Folgendes:

  • Installieren Sie ZVR an dem Ort, an dem die geschützten Maschinen wiederhergestellt werden.
  • Stellen Sie sicher, dass sich der Computer, auf dem der vCenter-Server läuft, auch in dem Rechenzentrum befindet, das für die Wiederherstellung Verwendung findet.
Zerto empfiehlt in allen Fällen, ZVR nicht auf dem Rechner zu installieren, auf dem der vCenter-Server-Dienst läuft.
Die Expressinstallation von ZVR läuft in mehreren Schritten ab: Führen Sie das ZVR-Installationsprogramm für VMware aus. Falls die nötige Version von Microsoft .NET Framework nicht installiert ist, werden Sie aufgefordert, dies zu tun. Die erforderliche Version ist im Installationspakets von ZVR enthalten. Nach der Installation von. NET startet der Rechner automatisch neu und die Installation beginnt. Folgen Sie dann dem Assistenten durch die Installation bis zum Dialogfeld "Installationstyp auswählen", und wählen Sie die Option "Express-Installation". Klicken Sie auf "NEXT". Das Fenster "vCenter Server-Connectivity" öffnet sich. Geben Sie hier Folgendes an:
  1. IP / Host Name: Die IP-Adresse oder den Hostnamen des Computers, auf dem der vCenter-Server läuft.
  2. Benutzername: Der Benutzername eines Benutzers mit Administratorrechten auf dem vCenter Server. Den Namen können Sie im Format "Benutzername" oder "Domäne \ Benutzername" eingeben.
  3. Password: Ein gültiges Passwort für den angegebenen Benutzernamen.
  4. Site Name: Ein Name zur Identifizierung der Site.
Klicken Sie dann wieder auf "NEXT". Die Installation führt nun Prüfungen durch, um sicherzustellen, dass sie erfolgreich weiterlaufen kann. Klicken Sie nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen auf "RUN". Im Rahmen der Installation wird auch der Zeus-Treiber (jFLR) installiert. Diese Installation ist obligatorisch. Während der Installation fordert Sie eine Windows-Sicherheitsmeldung auf, den Zerto-Storage-Controller zu installieren, der wiederum den Zeus-Treiber (jFLR) installiert.

Klicken Sie nun auf "Install" und fahren Sie mit der Installation fort. Wenn Sie die zusätzliche Software nicht nach Aufforderung installieren, schlägt die ZVR-Installation fehl. Beabsichtigen Sie, Ihr Disaster Recovery von diesem System aus zu verwalten, können Sie das ZVM-Interface am Ende der Installation öffnen und sich mit dem Benutzernamen und dem Kennwort für den mit ZVM verbundenen vCenter-Server anmelden.

Schließen Sie nun noch den ZVR-Ordner von der Virenprüfung aus und fügen Sie die Maschine der entsprechenden Host-Boot-Konfiguration hinzu, sodass dieses System beim Starten des Hosts automatisch hochfährt. Installieren Sie ZVR dann noch auf den Peer-Seiten.


Bild 2: Über die in der Installation abgefragten Daten hinausgehende Settings können Sie in der Zerto-Benutzeroberfläche vornehmen.

Standortinformationen und Informationen zur Verbindung mit vCloud Director können Sie bei Bedarf nach der Installation in der Zerto-Benutzeroberfläche einstellen. Beachten Sie, dass Sie ZVR nicht auf demselben Rechner installieren können, auf dem eine andere Version von ZVR installiert wurde, zum Beispiel wenn die Version ZVR für Microsoft Hyper-V auf dem Rechner installiert ist.

ZVR ist nun installiert und Sie können den Schutz und die Replikation von VMs zwischen den geschützten und Recovery-Sites mit dem Zerto Virtual Manager Web Client, dem vSphere Web Client oder der vSphere Client Console verwalten. Ausführliche Informationen zur Installation von ZVR-Cmdlets und VSS-Agenten finden Sie in der technischen Dokumentation von Zerto [2].

Fazit
Unternehmen sehen sich immer stärker dem Druck ausgesetzt, die Verfügbarkeit Ihrer Systems zu maximieren und ein effizientes Disaster Recovery zu implementieren. Ein synchroner Spiegel ist hierfür eine bewährte und effektive Lösung. Sie erfordert jedoch hohe Investitionen und macht die IT-Umgebung komplexer und bietet keinen Schutz vor logischen Fehlern oder Verlust von Anwendungsdaten. Um diese technologischen Mängel auszugleichen, kann eine umfassende Softwarelösung wie ZVR virtualisierte Umgebungen schützen, indem sie vergleichbare Funktionen wie SnapMirror, SnapVault, Snapshot, SnapRestore, SnapManager, FlexClone, VMware SRM, VMware sVMotion und DBA Management Tools in einer Lösung kombiniert.

   Seite 1: Synchrone Spiegel mit Nachteilen
   Seite 2: Komponenten und Systemvoraussetzungen von ZVR
   Seite 3: Installation von ZVR in vSphere-Umgebungen

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7.02.2018/ln/Johan van den Boogaart, Regional Sales Manager DACH bei Zerto.

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