Fachartikel

VMware-Tools installieren und VMs verschieben (1)

Die VMware-Tools stellen eine wichtige Grundlage für die Verwaltung von virtuellen Servern dar. Mit ihnen lassen sich die VMs deutlich einfacher und umfassender administrieren. Das gilt für die Optionen auf der grafischen Oberfläche genauso wie für Skripte, die sich nutzen lassen und eine noch flexiblere Steuerung erlauben. Ferner zeigen wir Ihnen, wie Sie VMs ex- und importieren sowie Vorlagen erstellen. Damit erzeugen Sie quasi beliebig viele neue VMs auf Basis eines Abbilds. Im ersten Teil des Workshops widmen wir und den VMware-Tools.
Wer virtuelle Server effizient verwalten will, sollte sich gut mit den VMware-Tools vertraut machen.
Für die Installation der VMware-Tools gehen wir davon aus, dass Sie Windows Server 2012 R2 oder 2016 virtualisieren. Nach dem Einspielen des Betriebssystems sollten Sie die VMware-Tools auf dem neuen virtuellen Server einrichten, denn damit erhalten Sie hilfreiche Dienstprogramme und Treiber für das Gast-Betriebssystem. Diese verbessern vor allem die Bedienung und Verwaltung des virtuellen Servers und Sie erhalten dadurch zum Beispiel die Möglichkeit, die Zwischenablage zwischen VM, Host und Verwaltungsrechner zu nutzen – für virtuelle Linux-Server gilt dies leider nicht.

Nachdem Sie die Tools installiert haben, können Sie außerdem die Schaltflächen im vSphere-Client nutzen, um den virtuellen Computer neu zu starten oder herunterzufahren. Außerdem lassen sich die Maus und Tastatur damit erst vernünftig bedienen.

Installation der VMware-Tools
Da die Bereitstellung der VMware-Tools als CD-Image erfolgt, müssen die VMs über ein virtuelles CD/DVD-Laufwerk verfügen. Unter vSphere 6 finden Sie die zugehörigen Daten im Verzeichnis "/vmimages/tools". Verbinden Sie die VMware-Tools als ISO-Datei mit der VM über das entsprechende Kontextmenü. Klicken Sie dann den neuen Server mit der rechten Maustaste an und wählen Sie "Gast / VMware Tools installieren".

Um sich am Server anzumelden, verwenden Sie in der Konsole die Tastenkombination "STRG+ALT+EINFG". Sie können die VMware-Tools auch über den Web-Client installieren, die Vorgehensweise dazu ist prinzipiell identisch zum vSphere-Client: Klicken Sie die VM mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Befehl "Gastbetriebssystem / VMware Tools" installieren.
Nachdem Sie die VMware-Tools installiert haben, startet der virtuelle Server einige Male neu und steht Ihnen anschließend zur Verfügung. Wenn Sie im vSphere-Client auf den Namen des virtuellen Servers auf der linken Seite klicken, erhalten Sie in der Mitte einige Registerkarten, mit denen Sie den Server verwalten. Auf der Registerkarte "Übersicht" sehen Sie den zugewiesenen Arbeitsspeicher, das Betriebssystem und den Ressourcenverbrauch. Außerdem erkennen Sie hier, ob die VMware-Tools installiert sind und in welcher Version. Handelt es sich dabei um die aktuelle Version, erhalten Sie auch diesen Hinweis.


Bild 1: Wählen Sie die benutzerdefinierte Installation der VMware-Tools aus, können Sie festlegen,
welche Komponenten installiert werden sollen.

Die erfolgreiche Installation der Tools lesen Sie übrigens auch in der Übersicht im vSphere- oder im Web-Client ab. Außerdem legt der Installationsassistent eine neue Programmgruppe namens "VMware" an. Hierüber starten Sie zum Beispiel die VM-Statistikprotokollierung. Überprüfen Sie auf virtuellen Windows-Servern nach der Installation der VMware-Tools den Geräte-Manager, sollte für jedes virtuelle Hardware-Gerät ein passender Treiber installiert sein.

Im vSphere-Client finden Sie beispielsweise auf der Registerkarte "Ressourcenteilung" nun alle virtuellen Server, die Sie erstellt haben und können deren Ressourcenzuteilung anpassen. Auf diese Weise legen Sie Grenzwerte und Mindestwerte für den Arbeitsspeicher oder die Prozessorlast für einzelne virtuelle Server fest. Damit alle Informationen und Einstellungen von VMs zur Verfügung stehen, sollten Sie darauf achten, dass die VMware-Tools auf allen virtuellen Servern installiert sind.

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6.08.2018/dr/ln//Thomas Joos

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