Fachartikel

VMware-Tools installieren und VMs verschieben (2)

Die VMware-Tools stellen eine wichtige Grundlage für die Verwaltung von virtuellen Servern dar. Mit ihnen lassen sich die VMs deutlich einfacher und umfassender administrieren. Das gilt für die Optionen auf der grafischen Oberfläche genauso wie für Skripte, die sich nutzen lassen und eine noch flexiblere Steuerung erlauben. Ferner zeigen wir Ihnen, wie Sie VMs ex- und importieren sowie Vorlagen erstellen. Damit erzeugen Sie quasi beliebig viele neue VMs auf Basis eines Abbilds. In Teil 2 des Workshops erklären wir zunächst, wie Sie die VMware-Tools in der Befehlszeile nutzen und gehen dann auf das Veschieben und Klonen von virtuellen Maschinen ein.
Wer virtuelle Server effizient verwalten will, sollte sich gut mit den VMware-Tools vertraut machen.
VMware-Tools in der Befehlszeile nutzen
Standardmäßig werden die VMware-Tools auf Windows-Servern im Verzeichnis "C:\Programme\ VMware\ VMware Tools" installiert. Hier finden Sie auch das Tool "VmwareToolbox-Cmd.exe", mit dem Sie zum Beispiel Skripte für die Automatisierung von Einstellungen erzeugen. Die wichtigsten Optionen für dieses Tool sind "device", "disk", "help", "script", "stat", "timesync" und "upgrade". Um zum Beispiel die Zeitsynchronisierung auf einer VM zu beenden, verwenden Sie die Option "timesync disable". Mit der Option "timesync enable" aktivieren Sie die Zeitsynchronisierung wieder. Neben diesen beiden Optionen stehen natürlich noch zahlreiche weitere zur Verfügung. So rufen Sie zum Beispiel mit der Option "stat" Informationen ab. Dazu stehen weitere Optionen zur Verfügung, die Sie im Befehl einfach hinter "stat" mit eingeben.


Bild 3: Für VMs stehen im vSphere-Client und im Web-Client zahlreiche Optionen zur Steuerung zur Verfügung.

Im Verzeichnis der VMware-Tools liegen darüber hinaus einige Skript-Dateien, die ausgeführt werden, wenn das Betriebssystem angehalten oder gestartet wird. Sie haben die Möglichkeit, in den einzelnen Batch-Dateien eigene Befehle zu integrieren. Achten Sie dabei darauf, dass diese Dateien bei der Aktualisierung der VMware-Tools überschrieben werden und Ihre Änderungen damit verloren gehen. Sie sollten diese daher entweder vorher sichern oder eigene Skripte für den jeweiligen Status der VM hinterlegen. Möchten Sie beispielsweise eine Batch-Datei ausführen, wenn eine VM heruntergefahren wird, verwenden Sie folgende Befehle:
Vmwaretoolbox script shutdown enable
Vmwaretoolbox script shutdown set Pfad und Name der Batch-Datei
Den Status lassen Sie sich mit
Vmwaretoolboxcmd script shutdown current
anzeigen. Auf dem gleichen Weg passen Sie auch die Skripte für das Pausieren (suspend) oder Wiederaufnehmen (resume) an. Auch hier steht die Option zum Deaktivieren zur Verfügung.
VMs verschieben, vervielfältigen und exportieren
Sie können für das Steuern von VMs den vSphere-Client wie auch den Web-Client nutzen. Dabei verwenden Sie entweder das Kontextmenü oder den Menüpunkt "Aktionen". Im oberen Bereich finden Sie dann den Menüpunkt "Betrieb". Klappen Sie das Menü auf, können Sie an dieser Stelle die VM einschalten, ausschalten, anhalten, zurücksetzen oder den Befehl erteilen, das Betriebssystem herunterzufahren und neu zu starten. Über den Menüpunkt "Gastbetriebssystem" konfigurieren Sie die automatisierte oder manuelle Installation der VMware-Tools. Der nächste Menüpunkt ist "Snapshots". Hier legen Sie, wie der Name vermuten lässt, Snapshots für VMs an. Über den Menüpunkt "Konsole öffnen" steuern Sie den virtuellen Bildschirm der VM.

Bild 4: Im Web-Client oder im vSphere-Client können Sie VMs zwischen verschiedenen Hosts verschieben
oder den Speicherort der Systemdateien ändern.

Virtuelle Maschinen verschieben
Um eine virtuelle Maschine auf einen anderen Host zu verschieben, rufen Sie über den Menüpunkt "Migrieren" den zugehörigen Assistenten auf. Zusätzlich haben Sie hier die Möglichkeit, den Speicherort der Systemdateien der VM anzupassen. Sie können diese Schritte getrennt voneinander durchführen oder eine VM samt virtuellen Festplatten- und Systemdateien auf einen Host verschieben. Außerdem legen Sie hier fest, in welcher Reihenfolge der Vorgang stattfinden soll.

Der Verschiebevorgang wird erst dann ausgeführt, wenn Sie den Assistenten abschließen. Innerhalb des Assistenten, findet kein Vorgang statt und die VM bleibt unverändert auf dem ursprünglich in Host. Wählen Sie einen Host aus, prüft der Assistent, ob die VM auf dem Ziel-Host überhaupt betrieben werden kann. Sind Probleme zu erwarten, erhalten Sie im unteren Bereich Informationen hierzu. Mehr dazu finden Sie im Beitrag ab Seite 50. Weiter unten in dem Menü haben Sie die Möglichkeit, VMs in einen anderen Cluster, Ordner, Datenspeicher oder ein anderes Netzwerk zu verschieben. Abhängig davon, welche Option zum Verschieben Sie hier auswählen, startet der gleiche Assistent wie bei der Migration.

Seite 1: Virtuelle Maschinen verschieben
Seite 2: Virtuelle Maschinen klonen


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13.08.2018/dr/ln//Thomas Joos

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