Fachartikel

Seite 2 - Windows-Server-Container (1)

Voraussetzungen für Container
Um Container zu nutzen, müssen Sie auf einem Server mit Windows Server 2016 zunächst das Container-Feature installieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen vollständig installierten Server, um einen Nano-Server oder um eine Core-Installation handelt. Auf einem herkömmlichen Server verwenden Sie dazu den Server-Manager oder die PowerShell, auf einem Core-Server installieren Sie das Feature primär in der PowerShell. Dazu verwenden Sie den Befehl Install-WindowsFeature Containers. Beim Aufsetzen eines neuen Nano-Servers lassen sich weitere Optionen in das Image einbinden. Darüber können Sie auch die Container-Funktionen installieren. Dazu verwenden Sie die Option "-Containers".

Danach benötigen Sie ein Image, auf dessen Basis der Container erstellt wird. Hier kommt entweder eine Core-Installation oder ein Nano-Server-Image zum Einsatz. Die Verwaltung erfolgt normalerweise mit der PowerShell, alternativ mit dem Docker-Client.

Microsoft stellt auch virtuelle Linux-Server in Microsoft Azure zur Verfügung, mit denen sich Docker nutzen lässt. Sie können Container in Linux und Windows Server 2016 auf Basis von Docker parallel nutzen und miteinander vernetzen. Mit Visual Studio 2015 Tools for Docker [3] bietet Microsoft eine Entwicklungsumgebung zum Erstellen von Anwendungen, die in Containern gestartet werden können.
Container mit dem Docker-Client verwalten
Mit dem Windows-Docker-Client verwalten Sie Container auf Linux-Servern, aber auch die Container auf Basis von Windows-Server-Containern in Windows Server 2016. Der Docker-Client integriert aber keine Containertechnologie in Windows, er dient nur der Verwaltung der Container-Technologie, die direkt in Windows Server 2016 integriert ist.

Microsoft plant für die Zukunft eine noch stärkere Integration von Docker, gerade in die Hyper-V-Technologie durch Hyper-V-Container. Mit dem Docker-Client sollen sich in einer zentralen Oberfläche alle Container verwalten lassen, inklusive Linux, Microsoft Azure und Windows Server 2016. Die Docker Toolbox [4] ermöglicht für aktuelle Windows-Versionen die Verwaltung von Docker auf Basis von Servern mit Windows Server 2016 oder Linux.

In Windows Server 2016 ist der Docker-Client ebenfalls integriert und steht in der Befehlszeile zur Verfügung. Der Befehl docker images zeigt zum Beispiel die vorhandenen Docker-Images auf dem Windows-Server an. Wollen Sie einen Container erstellen und starten, verwenden Sie den Befehl docker run, zum Beispiel:
docker run -it --name dockerwintest windowsservercore cmd
Als Optionen geben Sie den Namen des neuen Containers an sowie das Image, das der Container als Basis verwenden soll. Die beiden Schalter "-it" und "cmd" legen fest, dass der Container mit der Befehlszeile verwaltet wird. Die Beispielsyntax sieht folgendermaßen aus:
docker run -it --name dockertest windowsservercore cmd
Sobald der Container erstellt wurde, können Sie ihn in der Befehlszeile mit der Eingabeaufforderung und der PowerShell verwalten. Um sich eine Liste aller Container auf einem Container-Host anzuzeigen, verwenden Sie den Befehl docker ps -a.

In Docker können Sie auch Container mit bereits installierten Anwendungen als neues Image speichern und dieses Image für neue Container verwenden. Auf diesem Weg werden also schnell ganze Serverfarmen bereitgestellt:
docker commit dockertest meincontainerimage
Um Container zu löschen, verwenden Sie den Befehl docker rm Name des Containers, der Befehl docker rmi Name des Images löscht Docker-Images.

Seite 2: Container mit dem Docker-Client verwalten

Im zweiten Teil des Workshops beschäftigen wir uns damit, wie Sie Container in der PowerShell verwalten, Container-Hosts aufsetzen und wie sich damit zum Beispiel ein Webserver im Container realisieren lässt. Im dritten Teil geht es darum, welche Rolle Container in Azure spielen und wie es um Hyper-V-Container in Windows Server 2016 bestellt ist. Außerdem widmen wir uns der Frage nach der Kompatibilität und dem Parallelbetrieb von Containern.

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3.12.2018/ln/Thomas Joos

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