Fachartikel

Im Test: Red Hat OpenShift 4.7

Leicht, effizient und komfortabel sollen IT-Verantwortliche dank OpenShift 4.7 von Red Hat in den Genuss von Container-Orchestrierung mit Kubernetes kommen. Ob dies gelingt, entscheidet sich in der Praxis an Punkten wie Betrieb, Wartung und Sicherheit sowie den vorhandenen Kubernetes-Funktionen. Im Test bewährte sich OpenShift 4.7 zwar sehr gut, gleichzeitig brachten Abweichungen von Red Hats Vorgaben jedoch Probleme mit sich.
Für schnelle Resultate bietet Red Hat OpenShift zahlreiche fertige Container und Operators.
Heute ist Kubernetes das Standardwerkzeug für Admins, die Container über die Grenzen einzelner Server hinweg orchestrieren müssen. In Zeiten, in denen sich die IT-Landschaft wieder einmal radikal verändert und IT-Abetilungen immer öfter auch Plattformanbieter sind, ist das eine logische Entwicklung. Denn ohne eine potente Orchestrierung über die Grenzen von einzelnen Systemen hinweg wären die Plattformen, die heute üblicherweise als "Cloud" firmieren, sinnvoll gar nicht zu betreiben – dazu sind sie viel zu komplex. Dasselbe gilt mittlerweile allerdings auch für ihre Verwaltungswerkzeuge. Kubernetes ist dafür ein gutes Beispiel.

Während Kubernetes ursprünglich relativ übersichtlich war, hat die riesige Aufmerksamkeit, die die Software in den vergangenen Jahren erfahren hat, zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Erweiterung geführt. Mal eben Kubernetes aufsetzen und Faktoren wie die Integration in existierende LDAP-Verzeichnisse ad hoc richtig hinkriegen, ist alles andere als trivial, aber unabdingbar für produktive Plattformen. Kein Problem, sagen die großen Linux-Distributoren: Suse wie Red Hat haben mittlerweile eigene Distributionen von Kubernetes im Angebot. Suse mit Suse CaaS und Rancher sogar zwei, während sich Red Hat mit einem fertigen Produkt begnügt. Doch es vermarktet dieses aber ebenfalls, als handele es sich um die letzte Offenbarung, die Admins in Sachen Kubernetes jemals brauchen werden.

OpenShift muss sich fünf Fragen stellen
Daher stellen wir Red Hat OpenShift 4.7 auf den Prüfstand und orientieren uns dabei an fünf Punkten: Zunächst geht es um die Frage, wie schnell und einfach sich OpenShift aufsetzen und einrichten lässt. Das zweite Kriterium schließt unmittelbar an diesen Faktor an und beleuchtet den Wartungsaufwand für OpenShift. Im dritten Schritt geht es dann um das Set der Kubernetes-Grundfunktionen und wie gut OpenShift abbildet, was Nutzer sich von Container-Orchestrierern heute wünschen. Die Kriterien vier und fünf bilden zwei alte Bekannte, ohne die es im Kontext der IT der Gegenwart nicht geht, nämlich die Themen Compliance und Security.

Fazit
Red Hat OpenShift präsentiert sich als verlässlicher Partner in Sachen effiziente Container-Orchestrierung. Wer keine Extrawürste benötigt, kommt mit dem eingebauten Installationsprogramm gut zurecht und verfügt schnell über eine funktionale OpenShift-Instanz. Die bietet den Kubernetes-Standardumfang mit der für Red Hat typischen Fokussierung auf die eigenen InHouse-Features, allen voran die Operators. Auch die Wartung bestehender OpenShift-Setups ist in Summe unproblematisch, wenn der Admin von einem Standard-Setup ausgeht. Updates von einer OpenShiftVersion auf die nächste haben allerdings durchaus Thriller-Potenzial, wenn die Umgebung auch nur in wenigen Punkten vom Red-Hat-Standard abweicht. Insgesamt liefert OpenShift aber für die allermeisten Einsatzzwecke eine solide und robuste Leistung.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 07/2021 ab Seite 14.
28.06.2021/jp/ln/Martin Loschwitz

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