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Studie: Über drei Viertel weltweiter Unternehmen nutzen Multicloud

Laut einer Umfrage von US-Anbieter Hashicorp setzen 76 Prozent der befragten, weltweit verteilten Unternehmen auf die Multicloud. Nähmen die Firmen nicht auch Hindernisse auf ihrem Weg in die Wolke wahr wie Kostenüberlegungen, Sicherheitsbedenken und Know-how-Mangel, wäre der Cloudanteil noch größer.
Laut Hashicorp-Umfrage profitieren aktuell große Unternehmen stärker von den Vorteilen der Mulit-Cloud als kleine (Bildquelle: jozefmicic - 123RF).
Wie die globale State-of-Cloud-Strategy-Studie für 2021 von US-Anbieter Hashicorp [1] ermittelte, ist Multicloud für IT-Organisationen jeder Größe, in allen Regionen und branchenübergreifend der De-Facto-Standard. So gaben 76 Prozent der insgesamt über 3000 Befragten an, dass ihre Organisation bereits eine entsprechende Strategie verfolgt – ein Anteil, der zudem in zwei Jahren auf 86 Prozent ansteigen soll. Dabei ist knapp über die Hälfte der Befragten der Meinung, dass eine Multicloud-Strategie dazu beigetragen hat, die Geschäftsziele des Unternehmens zu erreichen, wobei große Unternehmen derzeit den größten Nutzen daraus ziehen.

Als wichtigste Treiber hin zur Multicloud-Strategie sieht eine knappe Mehrheit die digitale Transformation (34 Prozent), gefolgt von der Vermeidung der Bindung an einen einzigen Anbieter (30 Prozent) und Kostensenkungen (28 Prozent). Innerhalb des Angebotes der großen Public-Cloud-Anbieter gaben die Umfrageteilnehmer an, AWS am häufigsten zu nutzen (88 Prozent), und setzten Microsoft Azure (74 Prozent) und die Google Cloud Platform (64 Prozent) auf die Plätze zwei und drei.

Auf der anderen Seite gibt es im Cloudumfeld auch Bereiche, die den Unternehmen Sorgen bereiten. Diese Cloudhindernisse beziehungsweise -herausforderungen variieren laut Hashicorp allerdings nach Region, Branche, Unternehmensgröße sowie je nach Komponenten des Technologie-Stack. Global gesehen kristallisierten sich Kostenüberlegungen (51 Prozent) als der größte Hemmschuh heraus, wobei sich auch Sicherheitsbedenken (47 Prozent) und ein Mangel an firmeneigenem Know-how (41 Prozent) deutlich auswirkten. Nicht zuletzt haben die Unternehmen auch Schwierigkeiten, Multicloud zu operationalisieren. Zu den Hauptgründen hierbei gehören Fachkräftemangel (57 Prozent) und Budgetbeschränkungen, die sich auf die Mitarbeiterzahl auswirken (27 Prozent), inkonsistente Arbeitsabläufe in verschiedenen Cloudumgebungen (33 Prozent), Organisationen und Teams, die in Silos arbeiten sowie schlechte Zusammenarbeit oder zu komplexe Prozesse (29 Prozent).

Während sich Sicherheitsbedenken als hemmend in Bezug auf die Einführung von Multicloud auswirken, sind sie auf der anderen Seite aber auch eine treibende Kraft. Die wichtigsten Cloud-Sicherheitsprobleme sind laut Umfrage der Schutz von Daten und Privatsphäre (40 Prozent), Datendiebstahl (33 Prozent) und die Einhaltung von Vorschriften (31 Prozent). Als größte Probleme bei ihrer Beseitigung haben die Umfrageteilnehmer einen Personal- und Fachkräftemangel (26 Prozent), unzureichende Tools sowie fehlende Echtzeit-Transparenz und -Einblicke (jeweils 12 Prozent) identifiziert.

17.08.2021/mh

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