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Netzwerkkomponenten in Linux steuern
Unerklärliche Geschwindigkeitseinbrüche auf dem Linux-Server haben oft eine unscheinbare Ursache: falsch konfigurierte Netzwerkkarten. Der Befehl "ethtool" gibt Administratoren das Werkzeug an die Hand, um Netzwerkparameter gezielt zu untersuchen und zu korrigieren.
In den meisten Fällen starten Sie ethtool mit Root-Rechten. Einen ersten Blick auf den Status einer Schnittstelle erhalten Sie mit ethtool eth0 – der Output zeigt Geschwindigkeit, Duplexmodus und Verbindungsstatus auf einen Blick. Wer Geschwindigkeit und Duplexmodus manuell festlegen möchte, greift zu ethtool -s eth0 speed 1000 duplex full autoneg off.
Die aktuellen Offload-Parameter listet ethtool -k eth0 übersichtlich auf. Für die Fehlersuche besonders nützlich ist ethtool -S eth0: Dieser Befehl liefert treiberspezifische Statistiken und macht Paketverluste oder Fehler auf der Leitung sichtbar, bevor sie sich als Performanceproblem bemerkbar machen. Auf stark ausgelasteter Hardware lohnt zudem ein Blick auf die Ring-Buffer-Einstellungen – lassen sich diese vergrößern, reduziert das spürbar Paketverluste unter Last.
Eine wichtige Einschränkung sollten Sie dabei im Hinterkopf behalten: Alle per ethtool vorgenommenen Änderungen sind flüchtig und überleben keinen Neustart. Wer Einstellungen dauerhaft festschreiben möchte, erledigt das je nach Distribution über /etc/network/interfaces, per nmcli oder über einen systemd-Service. Kombinieren Sie ethtool schließlich mit ip link und ss, erhalten Sie ein vollständiges Bild der Netzwerksituation – und damit eine solide Grundlage für die systematische Fehlersuche.