Speicherfresser unter macOS ausfindig machen

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Speicherfresser unter macOS ausfindig machen

24.07.2026 - 07:00
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Wer aus der Windows-Welt Tools wie WinDirStat kennt, sucht auf dem Mac oft vergeblich nach einem würdigen Pendant. Mit "Disk Inventory Xs" bekommt ein Klassiker aus den Nullerjahren jetzt endlich ein Update für Apple Silicon.

Das ursprüngliche "Disk Inventory X" von Entwickler Tjark Derlien zählte lange zu den beliebtesten Tools für die visuelle Festplattenanalyse auf dem Mac, verschwand aber mit der letzten Aktualisierung 2019 in der Versenkung und lief auf aktuellen Apple-Silicon-Rechnern nur noch über die Rosetta-Emulation. Auf GitHub hat sich unter dem Namen "diskinv" nun eine Community-Initiative der Software angenommen und den ursprünglichen Objective-C-Code für native Apple-Silicon-Unterstützung überarbeitet.

Das Ergebnis trägt den Namen "Disk Inventory Xs" und bringt die klassische Treemap-Darstellung zurück: Dateien und Ordner erscheinen je nach Speicherplatzbedarf als unterschiedlich große, farblich nach Dateityp codierte Kacheln, wodurch sich Speicherfresser auf einen Blick erkennen lassen. Ergänzend liefert eine Dateiliste mit Größenbalken einen tabellarischen Überblick, und mit erteilter Vollzugriff-Berechtigung durchsucht das Tool auch geschützte Systemordner.

Die aktuelle Version 1.2.1 behebt einen Absturz, der beim Schließen bestimmter Programmfenster auftrat, und liegt signiert sowie notarisiert vor, sodass der sonst übliche Gatekeeper-Umweg über die "xattr"-Freigabe entfällt. Vorausgesetzt wird macOS 10.13 oder neuer. Wer lieber auf eine komplette Neuentwicklung statt auf aufgefrischten Alt-Code setzt, findet im selben GitHub-Projekt mit "Disk Inventory Y" eine in Swift und SwiftUI geschriebene Alternative: Sie bringt zusätzlich eine Zoom-Funktion für einzelne Ordner sowie die direkte Möglichkeit mit, Dateien in den Papierkorb zu verschieben, verlangt dafür aber mindestens macOS 14.