Windows Server: Update legt Remote Desktop lahm (Update)

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Windows Server: Update legt Remote Desktop lahm (Update)

15.09.2026 - 06:00
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Kaum installiert, schon lahmgelegt: Die September-Updates für Windows Server sorgen bei etlichen Admins für Chaos, weil Remote-Desktop-Verbindungen nach wenigen Stunden reihenweise ausfallen. Inzwischen hat Microsoft Notfall-Updates veröffentlicht.

Wer Windows Server im Einsatz hat, sollte aktuell genau hinschauen. Nach der Installation der September-Patches für Windows Server 2016 bis 2025 melden zahlreiche Admins massive Probleme mit den Remote Desktop Services (RDS). Darüber berichtet unter anderem Günter Born in seinem Blog.

Betroffen sind Nutzer, die sich per RDP mit ihren Servern verbinden wollen oder auf Terminalserver-Umgebungen angewiesen sind. In mehreren Fällen half am Ende nur ein harter Neustart, um den Betrieb wieder aufzunehmen.

Wie sich das Problem zeigt

Ausgangspunkt sind die kumulativen Updates, die Microsoft am 8. September 2026 im Rahmen des Patchdays veröffentlicht hat. Sie schließen Sicherheitslücken und bringen unter anderem eine Verbesserung für die Audio-Weiterleitung in Remote-Desktop-Sitzungen mit.

Genau dort scheint aber auch der Haken zu liegen. Laut übereinstimmenden Berichten funktionieren die RDS-Server nach der Installation zunächst einige Stunden lang normal, bevor die Verbindungen anfangen zu klemmen.

Sobald der Fehler auftritt, lassen sich bestehende RDP-Sitzungen häufig nicht mehr sauber trennen oder abmelden. Neue Verbindungsversuche bleiben hängen und scheitern letztlich komplett. In einigen Umgebungen wird sogar der Task-Manager unbrauchbar, sodass sich das Problem vor Ort kaum noch analysieren lässt.

RDP und Sitzungsverwaltung als möglicher Auslöser

Ein Administrator, der einen Windows Server 2022 näher untersucht hat, berichtet von einem Deadlock zwischen dem Remote-Desktop-Dienst und dem Local Session Manager. Der Dienst bleibe demnach an einer bestimmten Stelle im Code hängen, für die offenbar kein Timeout hinterlegt sei.

Diese technische Einschätzung stammt jedoch von einem einzelnen Nutzer aus der Community und wurde von Microsoft bislang nicht bestätigt. Der Konzern äußert sich bisher nicht zur konkreten Ursache der Störungen. Betroffen sind laut Berichten die Versionen Windows Server 2019 (KB5122876), Server 2022 (KB5122882) und Server 2025 (KB5122871). Vereinzelt tauchen auch bei älteren Versionen wie Server 2016 ähnliche Meldungen auf, wobei nicht jede Installation gleichermaßen betroffen zu sein scheint.

[Update] Workarounds und Notfall-Updates

Als einzig verlässliche Abhilfe galt zunächst die Deinstallation des jeweiligen September-Updates. Wer die Patches entfernt, bekommt die Remote Desktop Services zwar wieder zum Laufen, verliert damit aber auch die in diesem Monat ausgelieferten Sicherheitskorrekturen. Zwischenzeitlich hatten sich zwei mögliche Workarounds aufgetan: So empfiehlt Microsoft im Fall von virtuellen Maschinen, diese anzuhalten und neu zu starten. Ein weiterer Versuch könnte darin liegen, Remote Audio zu deaktivieren, wie ein User des Blogs Borncity beschreibt.

Inzwischen hat Microsoft reagiert. Am 14. September 2026 veröffentlichte der Konzern mehrere außerplanmäßige Updates, die gezielt die RDS-Ausfälle beheben sollen. Betroffen sind unter anderem Windows Server 2019 (KB5129238), Windows Server 2022 (KB5129237) und Windows Server 2025 (KB5129235), aber auch Windows 10 sowie Windows 11 in den Versionen 24H2, 25H2 und 26H1.

Die Notfall-Patches beseitigen laut Microsoft nicht nur die Probleme mit Remote Desktop Services, sondern auch weitere Störungen, die mit den September-Updates aufgetreten waren. Dazu zählen Aussetzer bei Hyper-V-Umgebungen mit Linux-VMs sowie Audioprobleme bei bestimmten USB-Audio-Geräten der Klasse 1.0. Für Letztere kündigt der Hersteller allerdings an, dass noch nicht alle Fehler behoben seien und weiterhin an einer Lösung gearbeitet werde.