Digital Object Identifier


Identifikator für digitale Objekte

Ein Digital Object Identifier (DOI) ist ein eindeutiger und dauerhafter Identifikator für digitale Objekte und wird vor allem für Online-Artikel von wissenschaftlichen Fachzeitschriften verwendet. Das DOI-System baut auf dem Handle-System (RFC 3650-3652). Neben der Vergabefunktion für eindeutige Identifikatoren bietet es eine Lokalisierungsfunktion.

Digitale Dokumente werden im Internet und dem WWW in der Regel über absolute URLs sowohl identifiziert als auch adressiert. Die Verwendung von URLs in Hypertextlinks hat aber den Nachteil, dass Dokumente nicht mehr gefunden werden, wenn sich ihr Ablageort zum Beispiel durch eine Umstrukturierung des Web-Auftritts ändert. Die referentielle Integrität des WWW ist daher oft schlecht.

DOI schafft ein System, das ein Objekt selbst identifiziert, unabhängig von dem Ort, unter dem es momentan gespeichert ist. Das allein würde aber nicht helfen, wenn zu dem System nicht auch eine Möglichkeit gehören würde das Objekt zu lokalisieren (aufzufinden).

Um den Zugriff auf identifizierte Objekte zu ermöglichen, stellt die International DOI Foundation (IDF) als Betreiber des DOI-Systems einen Namensdienst zur Verfügung, der einem DOI eine oder mehrere URIs zuordnen kann. Ändert sich die URI eines Dokumentes, so hat dies keinen Einfluss auf die DOI des Dokumentes. Allerdings muss der Eintrag im DOI-System geändert werden, um das Dokument weiter finden zu können. Es muss aber nur noch in einem System geändert werden und nicht in zahlreichen Dokumenten, die man weltweit gar nicht unter Kontrolle haben kann.

Um ein Dokument lebenslang zu finden muss man die DOI in die Eingabemaske eines DOI-Resolvers eintragen und bekommt die URI zurückgeliefert. Praktikabler ist aber, in einer URI dem DOI-Teil die URL (http://dx.doi.org/) des DOI-Linkresolver voranzustellen. Dieser arbeitet als Proxy und löst die Adresse auf.

Mit DOI können auch Bestandteile von Dokumenten identifiziert werden. Allerdings hat dies praktische Grenzen. Würde man alle URLs in Web-Auftritten auf das DOI-System umstellen wollen, so wird die zentrale DOI-Auflösung zum Engpass.

Siehe auch:
Linkresolver
Permalink
PURL

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Anwenderbericht: Datensicherheit an verteilten Standorten [19.11.2014]

Eine effiziente und sichere Datensicherungsstrategie in einem Unternehmen mit mehreren Standorten zeigt die Fallstudie des Unternehmens Krannich Solar aus der Energiebranche auf. Hier wurde an fünf Standorten die Storage-Lösung eines Herstellers installiert, die per Snapshots Backups im Stundentakt durchführt und über eine integrierte Replikations-Funktion die Daten zentralisiert im Rechenzentrum der Hauptzentrale sichert. Das Unternehmen ist damit vor Datenverlusten jeglicher Art geschützt. Lesen Sie mehr zu den Details dieses Modells. [mehr]

Grundlagen

Cluster [21.11.2014]

Als Cluster bezeichnen wir im Folgenden einen Verbund von vernetzten Rechnern, die nach außen hin als ein einziger Rechner erscheinen. Die in einem Cluster befindlichen Computer werden auch Knoten (Nodes) genannt. Eine alternative Bezeichnung für die Summe dieser Knoten lautet Serverfarm. Eine derartige Zusammenschaltung von Rechnern verfolgt in der Regel eines der folgenden drei Ziele: Hochverfügbarkeit (HA), High Performance Computing (HPC) oder Load Balancing (LB), wobei die Grenzen zwischen den beiden letztgenannten Varianten eher fließend sind. [mehr]