Routing


Prozess der optimalen Wegwahl für Datenpakete vom Sender zum Empfänger über einzelne Netzwerke. Routing beginnt eigentlich schon beim Sender. Der Sender muss ein Datenpaket an den Empfänger richtig adressieren. Damit die Datenpakete auch in andere LANs weitergegeben werden können, muss man ein routbares Vermittlungsprotokoll (z.B. IP, IPX, X.25) verwenden. Viele Vermittlungsprotokolle sind nicht routbar (z.B. NetBEUI, LAT).

Die Wegwahl zwischen Netzwerken wird durch Router vorgenommen. Diese müssen entscheiden, auf welches Netzwerk-Interface ein Datenpaket optimal weiterzuleiten ist. Die Entscheidung dafür kann nach unterschiedlichen Routing-Algorithmen getroffen werden. Die Routen können fest vorgegeben (statisches Routing) oder dynamisch adaptiv für jedes Paket neu ermittelt werden (dynamisches Routing). Die aktuellen Routing-Informationen werden in Routing-Tabellen abgelegt. Werden in einem Netzwerk mehrere dynamische Router eingesetzt, so tauschen diese über Routing-Protokolle, auch Router-Router-Protokolle genannt, die Informationen der Routing-Tabellen aus. Nach der Art des Austausches und dem Algorithmus der Wegwahl unterscheiden sich die Routing-Protokolle stark.

In großen Netzwerken wird hierarchisches Routing verwendet.

Siehe auch:
administrative distance
administrative domain
Content Routing
APPN
DDR
DVA
EGP
GMPLS
HSRP
IGP
IGRP
Label Switching
LSA
MPLS
MSPP
NDP
OSPF
RIP
Routing-Firewall

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Loadbalancing unter Exchange 2010 [14.04.2014]

Loadbalancing-Cluster haben die Aufgabe, die Nutzerzugriffe auf mehrere Server zu verteilen, um die Auslastung einzelner Server zu senken, die Verfügbarkeit zu erhöhen und die Performance zu verbessern. Um Clientzugriff-Server, über die Anwender auf ihre Postfächer zugreifen, ausfallsicher zur Verfügung zu stellen, bietet sich der Einsatz eines Netzwerklastenausgleichs-Clusters an. Exchange Server 2010 ermöglicht es, zusammen mit dem Netzwerklastenausgleich von Windows Server 2008 oder 2008 R2 einen Cluster für diesen Server zu erstellen. Die Anwender verbinden sich mit dem NLB-Cluster, der die Benutzer dann auf die einzelnen Server verteilt, sodass sie Zugriff auf ihre Postfächer haben. Dieser Workshop zeigt Aufbau und Konfiguration einer Lastverteilung. [mehr]

Grundlagen

Patchmanagement [17.09.2013]

In unserer Grundlagen-Rubrik erklären wir wichtige Aufgaben und Technologien aus dem Arbeitsalltag eines Netzwerk- und Systemadministrators. Hier erfahren Sie anhand prägnanter Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen des jeweiligen Themenfeldes Hintergründe und Zusammenhänge in kompakter, praxisnaher Form.

Ein unzureichend gepatchter Client-PC ist ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko für das Unternehmen. Daher streben IT-Abteilungen nach der automatischen Aktualisierung ihrer Rechner. Die Einführung, Inbetriebnahme und Nutzung einer professionellen Software-Verteilungsumgebung ist kein einfaches Unterfangen. Doch einmal aufgesetzt kann sie helfen, eine Fülle von Standardaufgaben zu automatisieren. [mehr]