Routing


Prozess der optimalen Wegwahl für Datenpakete vom Sender zum Empfänger über einzelne Netzwerke. Routing beginnt eigentlich schon beim Sender. Der Sender muss ein Datenpaket an den Empfänger richtig adressieren. Damit die Datenpakete auch in andere LANs weitergegeben werden können, muss man ein routbares Vermittlungsprotokoll (z.B. IP, IPX, X.25) verwenden. Viele Vermittlungsprotokolle sind nicht routbar (z.B. NetBEUI, LAT).

Die Wegwahl zwischen Netzwerken wird durch Router vorgenommen. Diese müssen entscheiden, auf welches Netzwerk-Interface ein Datenpaket optimal weiterzuleiten ist. Die Entscheidung dafür kann nach unterschiedlichen Routing-Algorithmen getroffen werden. Die Routen können fest vorgegeben (statisches Routing) oder dynamisch adaptiv für jedes Paket neu ermittelt werden (dynamisches Routing). Die aktuellen Routing-Informationen werden in Routing-Tabellen abgelegt. Werden in einem Netzwerk mehrere dynamische Router eingesetzt, so tauschen diese über Routing-Protokolle, auch Router-Router-Protokolle genannt, die Informationen der Routing-Tabellen aus. Nach der Art des Austausches und dem Algorithmus der Wegwahl unterscheiden sich die Routing-Protokolle stark.

In großen Netzwerken wird hierarchisches Routing verwendet.

Siehe auch:
administrative distance
administrative domain
Content Routing
APPN
DDR
DVA
EGP
GMPLS
HSRP
IGP
IGRP
Label Switching
LSA
MPLS
MSPP
NDP
OSPF
RIP
Routing-Firewall

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Die Risiken von Shadow-IPv6 [3.02.2016]

Der Wechsel von IPv4 zu IPv6 beschäftigt schon seit Jahren die IT-Experten in Unternehmen und Behörden. Doch trotz aller Diskussionen nutzen bislang nur vier Prozent aller internetfähigen Geräte eine IPv6-Adresse. Dennoch gibt es in zahlreichen Einrichtungen ein Schattennetzwerk aus IPv6-fähigen Geräten. Da dieses unbemerkt von den IT-Administratoren existiert, stellt es ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Wir erläutern in diesem Beitrag, worauf es bei der Bekämpfung dieser Schattennetzwerke ankommt. [mehr]

Grundlagen

Storage Management [27.11.2015]

Der Begriff Storage Management bezeichnet die Technologien und Prozesse, die in Unternehmen zu Einsatz kommen, um die Leistungsfähigkeit und Produktivität der Speichersysteme zu maximieren. Im besten Fall soll die Datenablage auch einfacher werden, zudem ist Zukunftsfähigkeit gefragt. All diese Anforderungen bereiten den IT-Abteilungen oft Bauchschmerzen. Modernisieren Unternehmen ihre Speichersysteme, können sie mit Funktionen wie Auto Tiering und Speichervirtualisierung mehr Leistung aus ihrem Speicher herausholen. Nicht zuletzt automatisieren sie so idealerweise auch typische Aufgaben. Nicht immer jedoch lässt sich die Komplexität in gleichem Maß senken. [mehr]