Transparent Interconnection of Lots of Links


Transparent Interconnection of Lots of Links (TRILL) ist ein Protokoll der IETF, um Multipathing in DCB-Netzen zu ermöglichen. TRILL wendet Routing-Algorithmen der Vermittlungsschicht auf der Sicherungsschicht des OSI-Modells an und unterstützt so und durch Kenntnis der gesamten Netzwerkstruktur Layer-2-Multipathing. Damit soll TRILL das Spanning Tree Protocol (STP) ablösen, das dazu verwendet wird, um Schleifen in Netzwerken zu vermeiden. Fällt ein Netzwerkzweig aus, sucht STP einen alternativen Weg, was aber im Fall eines SAN-Einsatzes mit FCoE zu nicht akzeptablen Aussetzern und Verzögerungen führt. TRILL löst diese Probleme, indem es das Intermediate-System-to-Intermediate-System Layer-3-Routing-Protokoll (IS-IS) auf Layer-2-Geräten zum Einsatz bringt. Dies erlaubt ein Routing von Ethernet-Frames durch Layer-2-Geräte, die dann RBridges oder Routing Bridges genannt werden. Durch Multi-Hop-Algorithmen können verschiedene Pfade benutzt werden. Auslastung, Latenz und Redundanz werden verbessert. Wie bei normalen Bridges ist die Arbeit von RBridges für höhere Protokollschichten transparent. Ein alternativer Ansatz zu TRILL ist Shortest Path Bridging (IEEE 802.1aq).

Siehe auch:
Data Center Bridging

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Anwenderbericht: Zwei-Faktor-Authentifizierung ohne Token [15.10.2014]

Vom Hauptsitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus ist die LuLu Group mit mehr als 100 Hyper- und Supermarkets weltweit tätig. Um Informationen abzurufen und zu speichern, loggen sich Mitarbeiter und Partner in das eigene Netzwerk ein. Früher nutzte LuLu dazu ein Token-basiertes System, allerdings war die Token-Übergabe an die Partner sehr umständlich. Daher wechselte das Unternehmen auf ein tokenloses Werkzeug. Es nutzt vorhandene mobile Endgeräte, indem es den zur Nutzeridentifizierung benötigten Passcode per SMS, E-Mail oder App versendet. Der Anwenderbericht schildert die Details des Projekts. [mehr]

Grundlagen

Gefahren-Sensibilisierung von Mitarbeitern [30.09.2014]

Der Mensch ist weiterhin die größte Schwachstelle im Bereich der IT- wie auch nicht-digitalen Informationssicherheit. Sei es aus Gutgläubigkeit, Unwissenheit oder auch böser Absicht heraus - schnell geraten vertrauliche Unternehmensdaten in die falschen Hände oder das Netzwerk ist infiziert. Wie Sie bei Ihren Mitarbeitern für die nötige Sensibilität sorgen, erläutert dieser Beitrag. [mehr]