Fachartikel

Digitale Ausbildungsstrategie für mehr Nachwuchstalente

Neben den Jugendlichen müssen in der Ausbildung heute auch Unternehmen beweisen, was sie zu bieten haben. In dieser Situation ging ein neuartiges innerbetriebliches Ausbildungskonzept beim Fassadenbauer RIVA Engineering voll auf. Der Anwenderbericht beschreibt, wie sich mit innovativer Akquisition von Auszubildenden bei nur 320 Mitarbeitern die Zahl der Azubis von 40 im Jahr 2017 auf heute insgesamt 75 erhöhen ließ – und das im hoch umkämpften Ballungsraum Stuttgart, wo es für Größen wie Bosch oder Daimler ein Leichtes ist, junge Talente mit lukrativen Angeboten zu umwerben.
Tablets spielen bei der Ausbildung 4.0 von RIVA eine zentrale Rolle.
Laut der Ausbildungsumfrage 2019 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags e.V. blieben in 32 Prozent der befragten Betriebe im Jahr 2018 zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt. So konnten fast drei Viertel aller Auszubildenden 2018 zwischen mehreren Lehrstellenangeboten wählen. Das wiederum führt zu einer Umkehrung der Verhältnisse: Statt der Jugendlichen müssen heute zuvorderst die Unternehmen beweisen, was sie zu bieten haben. In dieser Situation geht ein neuartiges, digitalisiertes, innerbetriebliches Ausbildungskonzept, das der Dienstleister IT-Improvement für den hochspezialisierten Fassadenbauer RIVA GmbH Engineering aufgesetzt hat, voll auf.

Digital von Anfang an
Bei der RIVA GmbH Engineering hat die Ausbildung zu Recht den Zusatz 4.0. Denn bei dem auf Glas- und Metallgebäude spezialisierten Fassadenbauer bedeutet Digitalisierung viel mehr als das Einrichten eines E-Mail-Kontos. Hier bekommt jeder Einsteiger direkt zu Beginn der Lehrzeit ein eigenes Tablet, das über die gesamte Lehrzeit hinweg treuer Begleiter ist und sogar im Anschluss daran behalten werden darf. Sven Meyer, Leiter Ausbildung RIVA GmbH Engineering erklärt: "Die Ausbildungsanforderungen haben sich stark verändert. Die Digitalisierung hielt vollumfänglichen Einzug und muss immer stärker gefördert werden."

Heute sind Ausbildungsplätze, die alle Facetten der Digitalisierung einbeziehen, extrem beliebt und werden bevorzugt ausgewählt, denn "eine innovative und zukunftsgerichtete Ausbildung [liegt] nicht nur im Interesse von Unternehmen, die durch ihre Fachkräfte wettbewerbsfähig bleiben, sondern auch von Azubis, die beste Grundlagen für ihr Arbeitsleben erlernen", so die Studienergebnisse des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Und so lag das Fazit von RIVA auf der Hand: "Wir brauchten eine Lösung für Kommunikation und Information auf digitalem Weg. Dafür haben wir eine eigene Plattform entwickelt: RIVA Connect to Learn", so Ausbildungschef Meyer.
Aus privater Nutzung bekannte Messaging-Funktionen
RIVA hatte zwar konkrete Vorstellungen, wie die neue Lern- und Arbeitsplattform aussehen sollte, aber keine Idee der Umsetzung. Daher wurde die IT-Improvement GmbH als Cloudspezialist ins Boot geholt. Deren Experten konzipierten und realisierten die Ausbildungsplattform auf Basis von Office 365 und Microsoft Azure. Dabei wurden die Anforderungen von IT- und Ausbildungsleitung ebenso miteinbezogen wie die Wünsche der Azubis selbst.

Das zentrale Tool der Lösung bilden Tablets mit selbst entwickelten Apps, die in der Cloud laufen. Damit können die Azubis in der ganzen Firma räumlich ungebunden über Daten verfügen und kommunizieren. Die Funktionalität digitaler Netzwerke liefern Komponenten von Office 365: SharePoint (Newsfeed, Dokumenten-Sharing), Yammer (Social Media), Teams (chatbasierte Teamarbeit, Videokonferenzen), Exchange Online (E-Mail) und OneDrive (Filehosting) bieten die aus der privaten Nutzung digitaler Netzwerke bekannten Funktionen in einem professionellen und vom Unternehmen kontrollierten Business-Umfeld. Um das ganzheitliche Zusammenspiel von Office 365, Datenbanken und Apps zu optimieren, kommen zusätzlich Microsoft-Azure-Services zum Einsatz.
18.12.2019/ln/Heinz Brommundt, Geschäftsführer und Gesellschafter von IT Improvement

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