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Große Unterschiede bei IT-Schutzmaßnahmen für Kinder

In Deutschland verzichtet jede zweite Familie auf zusätzliche IT-Sicherheitsmaßnahmen für Kinder zu Hause – darunter vor allem Eltern mit geringer eigener IT-Sicherheitskompetenz. Wie die aktuelle Studie "Cybersicherheit in Zahlen" weiter ermittelte, fällt dieses Gefälle in puncto Aufklärungsarbeit aber schon geringer aus.
Je Security-kompetenter die Eltern, umso mehr kümmern sie sich um die IT-Sicherheit ihrer Kinder.
In Zeiten von Home Office und Hybrid Work ist IT-Sicherheit zu Hause wichtiger denn je. Deshalb hat IT-Sicherheitsanbieter G Data zusammen mit Statista und brand eins im Rahmen der Studie "Cybersicherheit in Zahlen" [1] die IT-Sicherheitsvorkehrungen untersucht, die deutsche Eltern im Sinne ihrer Kinder treffen. Als Ergebnis präsentiert das Trio große Unterschiede. So setzt hierzulande nur jede zweite Familie wegen der Kinder zusätzliche IT-Sicherheitsmaßnahmen zu Hause um.

Gleichzeitig zeigt sich in der Studie ein enormer Einfluss der IT-Sicherheitskompetenz der Erwachsenen auf das IT-Sicherheitsniveau des gesamten Haushaltes: Mehr als drei Viertel der Eltern mit hoher IT-Sicherheitskompetenz (78 Prozent) kümmern sich besonders sorgfältig um die IT-Sicherheit in den heimischen vier Wänden und haben zusätzliche IT-Schutzmaßnahmen etabliert, die sie ohne Nachwuchs nicht nutzen würden. In der Gruppe mit sehr geringer Kompetenz hält dagegen nur jeder Sechste einen zusätzlichen Schutz wegen des Nachwuchses für notwendig und fast 83 Prozent der Befragten verzichten auf zusätzliche Schutzmaßnahmen.

Ein deutlich weniger disperses Bild zeichnet die Aufklärungsarbeit von Eltern gegenüber ihren Kindern über die Gefahren des Internets. 86,6 Prozent (beziehungsweise 92,3 Prozent) der Eltern mit hohem (sehr hohem) IT-Sicherheitswissen klären ihre Kinder über die entsprechenden Risiken auf beziehungsweise planen dies, wenn ihr Nachwuchs in das entsprechende Alter kommt. In der Gruppe mit (sehr) niedriger Kompetenz tut dies mit mehr als 81 Prozent (beziehungsweise 71 Prozent) die große Mehrheit ebenso – aber deutlich weniger. 

Schließlich lässt sich auch ein Zusammenhang mit der Home-Office-Situation der Erziehungsberechtigten herausfiltern: Lediglich die Hälfte aller Eltern, die komplett im Home Office arbeiten, haben extra IT-Sicherheitsmaßnahmen wegen ihrer Kinder eingeführt. In der Vergleichsgruppe mit hybridem Arbeitsmodell sind es mit mehr als 61 Prozent etwas mehr. Dieser Unterschied lässt sich möglicherweise durch die Sorge erklären, dass unbeaufsichtigte Kinder mehr anstellen könnten und dementsprechend auch mehr Schutz durch vorinstallierte IT-Sicherheitsmaßnahmen benötigen.
2.11.2021/mh

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