Im Test: Quest Toad Data Point

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Im Test: Quest Toad Data Point

27.05.2024 - 07:00
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Typischerweise liefert jeder Anbieter von Datenbanksystemen eine eigene Software mit, die es dem Administrator, Datenbankdesigner oder Entwickler erlaubt, direkt auf die Datenbank zuzugreifen und DBMS-artige Aufgaben zu erledigen. Wer mit mehreren Datenbanksystemen gleichzeitig arbeitet, wünscht sich einen gemeinsamen Nenner – das ist Toad. Wir haben uns das Tool im Test angeschaut und waren von der grafischen Benutzerführung und den Funktionen zur Automatisierung sehr angetan.

Trotz aller vermeintlichen Hochgeschwindigkeit bei der Entwicklung in der IT-Branche gibt es seit Jahr und Tag die Notwendigkeit, Daten in größeren Mengen mehr oder weniger strukturiert abzulegen. Noch immer haben dabei die klassischen strukturierten Datenbanken die Nase vorn und in beinahe jedem Unternehmen finden sich Oracle-, DB2-, PostgreSQL-, Microsoft- oder MySQLInstallationen. Nicht selten gilt es, Daten auf der Datenbankebene auszuwerten oder direkt verarbeiten zu müssen. Wer solche Arbeitsschritte mit dem jeweiligen Bordwerkzeug des Produktanbieters bewerkstelligt, dürfte auf kurz oder lang den Überblick verlieren.

Ein Tool für alle Datenbanken
Toad Data Point von Quest ist ein plattformübergreifendes Self-Service-Tool für die Datenintegration, das den Datenzugriff, die Datenvorbereitung und die Datenbereitstellung vereinfachen soll. Es bietet, so der Hersteller, nahezu grenzenlose Datenkonnektivität und Desktop-Datenintegration, und mit der sogenannten Workbook-Schnittstelle ein grafisches Nutzerinterface für Geschäftsanwender. So erhält der Anwender eine einfach zu bedienende visuelle Abfrageerstellung und Workflow-Automatisierung.

Sobald es um Aufgabenstellungen geht, bei denen ein einziges Werkzeug für mehrere Datenquellen gefragt ist, spielt Quests Toad Data Point seine besonderen Fähigkeiten aus. Dabei ist es egal, ob es sich um SQL-, noSQL-, ODBC-, Business-Intelligence- oder dateibasierte Excel- oder Access-Datenverbindungen handelt. Neben der Parallelität mehrerer Datenbankverbindungen bietet die Windows-Software einen grafischen "Query Builder", mit dem der Anwender ganz ohne die Eingabe von SQL-Anweisungen visuelle Auswertungen erstellen kann.

Für Import- und Exportaufgaben ist Toad Data Point bestens geeignet und ist ein überaus zuverlässiger Wegbegleiter über Datenbankgrenzen hinweg.In der Gesamtheit bietet Toad die Anbindung an mehr als 50 verschiedene etablierte Datenquellen, darunter auch moderne Cloudprovider. Zur Datenaufbereitung kann der Administrator oder Datenbankprofi wiederkehrende Work-flows erstellen und automatisierte Berichte erzeugen. Die Mischung von Daten aus mehreren Datenquellen in einer einzigen Abfrage und die anschließende Exportmöglichkeit ist ein besonderes Merkmal der Software. Allerdings funktioniert das Ganze nur im Zusammenspiel mit einer weiteren Software namens "Toad Intelligence Central Server" – dazu später noch mehr.

Doch warum heißt das Programm eigentlich Toad – zu Deutsch Kröte? Das ursprüngliche Produkt wurde für die komfortable Erstellung und das Debugging von SQL-Skripten sowie als PL/SQL-Programmen speziell für Oracle-Datenbanken entwickelt. Aus dieser Zeit stammt das Akronym "Tool for Oracle Application Developer". Seit der Entwicklung von Versionen für Datenbanksysteme anderer Hersteller wird der Begriff "Toad" von Quest Software nicht mehr als Akronym erklärt, sondern als registrierter Name einer Produktfamilie verwendet.

Fazit
Toad Data Point ist ein ideales Werkzeug für IT-Profis, die mit verschiedenen Datenbanken gleichzeitig arbeiten müssen und Teile ihrer Arbeit möglichst automatisiert bewerkstelligen wollen. Gleichzeitig eignet sich die Software für Anwender, die ihre Fähigkeiten beim Erstellen und Überarbeiten von SQL-Statements noch ausbauen und gleich auf ein professionelles Werkzeug setzen möchten, anstelle mit den Bordmitteln arbeiten zu müssen.
Für Import- und Exportaufgaben ist Toad bestens geeignet und ist ein überaus zuverlässiger Wegbegleiter über Datenbankgrenzen hinweg.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 06/2024 ab Seite 22 oder in unserem Heftarchiv.

ln/Thomas Bär

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