Seite 2 - Virtualisierungsmanager Proxmox VE (1)
Effizientes Arbeiten mit VMs
Die Fähigkeiten vom Proxmox im Umgang mit VMs gehen über das simple Starten und Stoppen der virtuellen Instanzen weit hinaus. Proxmox bietet etwa ähnlich den Funktionen einer Cloud die Möglichkeit, VM-Templates anzulegen. Die basieren auf einem entsprechend vorbereiteten Betriebssystem-Abbild, das sich bei Bedarf schnell modifizieren lässt. Wer etwa ein "Debian"-Template hat und eine neue VM auf Debian-Basis braucht, startet eine neue VM auf Basis des Templates und ist schnell am Ziel. Zumindest erspart der Admin sich so eine erneute Grundinstallation, die viele Fragen stellt und einige Zeit frisst. In Ergänzung zur Template-Engine gibt es für laufende VMs auch eine Funktion zum Klonen – das Ergebnis ist eine neue VM, die ihrem Vorbild gleicht wie ein Ei dem anderen.
Cluster Resource Manager.
In Clouds spielt High Availability (Bild 1) anbieterseitig keine große Rolle. Möchte der Kunde ein fehlerresistentes System haben, designt er seine Umgebung eben so, dass sie diesem Kriterium entspricht. Ist klassische Hochverfügbarkeit per Cluster-Manager nötig, obliegt es dem Kunden, dieses Setup in seinen VMs per Automatisierung oder zu Fuß umzusetzen. Auf Hilfe vom klassischen Cloud-ISP kann er bei diesem Unterfangen jedenfalls nicht hoffen. In konventionellen Umgebungen sieht die Sache etwas anders aus. Hier gilt das Cloudmantra "jede Komponente kann zu jedem Zeitpunkt kaputt gehen und sollte nicht als zuverlässig vorhanden betrachtet werden" nur eingeschränkt. Denn in Virtualisierungsumgebungen fehlt meist ganz banal schon die Infrastruktur, um Ausfälle durch das Skalieren in die Breite abzufedern. Entsprechend kommt die Proxmox-Umgebung ab Werk mit mehreren Maßnahmen, die Hochverfügbarkeit bieten.
Über die Funktionalität des Proxmox-Clustermanagers gab es im Test indes keinen Grund zu Beschwerden; das Produkt erkannte den Ausfall einzelner Knoten zuverlässig und leitete automatisch auch die passenden Maßnahmen für die Recovery des Clusters ein.Seite 1: Stark veränderte Architektur
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Im zweiten Teil des Workshops schauen wir uns die Integration mit dem Objektspeicher Ceph an und erklären, warum bei hyperkonvergenten Setups Vorsicht geboten ist.
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dr/ln/Martin Loschwitz