Retter in der Not: Einphasige USV-Systeme

Lesezeit
1 Minute
Bis jetzt gelesen

Retter in der Not: Einphasige USV-Systeme

25.06.2009 - 00:00
Veröffentlicht in:

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) sind in sensiblen IT-Umgebungen und anderen sicherheitsrelevanten Bereichen nicht mehr wegzudenken. Für die Netzversorgung von großen USV-Systemen wird heute meist auf einen dreiphasigen Anschluss zurückgegriffen. Allerdings gibt es zahlreiche Einsatzbereiche, in denen einphasige USV-Systeme die Nase vorn haben. Wir zählen in unserem Online- Beitrag deren Vorteile auf: Sie sind flexibel einsetzbar, schnell an andere Einsatzstellen zu transportieren, lassen sich ohne großen Aufwand anschließen und sind in praktisch allen Umgebungen integrierbar.

USV-Systeme springen für das Stromnetz ein, wenn dieses plötzlich komplett ausfällt beziehungsweise wenn mikrosekundenlange Störimpulse oder Unterbrechungen zum Absturz der angeschlossenen Systeme führen würden. Mit ihrer Hilfe können entweder manuell oder automatisiert Programme beendet, Datenbanken kontrolliert geschlossen, Überwachungssysteme weiter betrieben oder Signalisierungsanlagen am Leben gehalten werden, bis das öffentliche Stromnetz wieder verfügbar ist. Dabei können gerade auch einphasige USV-Systeme in verschiedenen kritischen Anwendungen ihre Vorteile ausspielen. Außer den bekannten USV-Technologien "Offline", "Line Interactive" und "Online" unterscheiden sich die verschiedenen Systeme dadurch, wie sie in das bestehende Versorgungsnetz eingebunden sind. Je nach Umgebung können entweder eine große Anlage oder aber mehrere kleine die unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleisten. Großanlagen werden meist dreiphasig ins bestehende Netz integriert, kleinere Anlagen bis zirka 3.000 Watt Nennleistung werden einphasig durch eine konventionelle Kabelverbindung mit einer Steckdose verbunden.

Totgesagte leben länger
Für die Netzversorgung von großen USV-Systemen bietet sich ein dreiphasiger Anschluss förmlich an: Zum einen teilt sich die aufgenommene Leistung auf drei Kabel auf, was die einzelnen Querschnitte vermindert. Dadurch lassen sich Kabel flexibler verlegen. Zum anderen werden die einzusetzenden Absicherungen entsprechend kleiner dimensioniert und dadurch insgesamt kostengünstiger. Zu guter Letzt stehen auch am Ausgang der USV drei Phasen zur Verfügung, die entweder als einzelne Phasen ins sichere Netz eingebunden werden oder aber für dreiphasige Verbraucher zur Verfügung stehen.

Auf den ersten Blick ließe sich daher annehmen, dass einphasige USV-Systeme heutzutage entweder überflüssig sind oder sollten aus Kostengründen nicht mehr eingesetzt werden. Allerdings gibt es zahlreiche Einsatzbereiche, in denen einphasige USV-Systeme gegenüber den dreiphasigen Anlagen die Nase vorn haben. Ihre Vorteile liegen dabei eigentlich auf der Hand: Sie sind flexibel einsetzbar, schnell an andere Einsatzstellen zu transportieren, lassen sich ohne großen Aufwand anschließen und in praktisch alle Umgebungen integrieren. Ob es sich um den Netzwerkswitch in einem weiteren Stockwerk, das Videoüberwachungssystem beim Pförtner oder den Kassencomputer im Einkaufsmarkt handelt, oftmals sind kleinere einphasige Systeme flexibler und einfacher in das bestehende Stromnetz zu integrieren.

Zugleich bringt die dezentrale Anordnung weitere Vorteile: Im Falle einer Katastrophe- wie etwa einem Großbrand bricht schnell die gesamte Stromversorgung zusammen. Fällt früher oder später die zentrale Groß-USV ebenfalls aus, stehen dann keinerlei Sicherheitseinrichtungen zur Verfügung. Hier ist die Feuerwehr dankbar für zusätzlich dezentral über einzelne kleine USV-Systeme abgesicherte Rolltore, Schiebetüren oder dergleichen, die bei dieser dezentralen Anschlussart über einphasige Geräte oft noch länger funktionsfähig bleiben.


 

                                                Seite 1 von 2                     Nächste Seite>>





ln/Holger Gyurcsy und Peter Jillich, Newave USV Systeme GmbH
 

Ähnliche Beiträge

Moderne Vernetzung industrieller Prozesse

Die vernetzte Industrie ist für Deutschland wie Europa entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit. Intelligente Sensoren, Aktoren und Steuerungen erfassen und analysieren Produktionsdaten in Echtzeit, um daraus Effizienzsteigerungen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu generieren. Dafür wird die industrielle Produktion mit zahlreichen digitalen Technologien wie IoT, KI, Big Data und der Cloud verknüpft. Für IT-Verantwortliche birgt dies eine Reihe neuer Herausforderungen hinsichtlich der Security, Interoperabilität und des Bedarfs an Fachkräften.

Im Test: Profitap ProfiShark

Alle digitalen Geschäftsprozesse sind von einem funktionierenden Netzwerk abhängig. Im Fehlerfall geht es darum, möglichst effizient und effektiv die Ursachen des Fehlers zu identifizieren. Dies sollte an der vermuteten Quelle geschehen, doch dazu bedarf es oft eines portablen Netzanalysators. Die Geräte der ProfiShark-Reihe von Profitap passen in eine Hosentasche und bieten doch überzeugende Mitschnitte und Analysen des Datenverkehrs.

Netzwerkverwaltung an der Medizinischen Universität Wien

Die IT-Abteilung der Medizinischen Universität Wien betreibt das Netzwerk der Universität, wozu die Betreuung von rund 10.000 Anschlüssen sowie Hunderten Endgeräten und Servern gehört. Für diese Aufgabe wurde eine neue Informations- und Planungssoftware für Kabelmanagement und Netzwerkdokumentation implementiert. Das neue Werkzeug ist flexibel, skalierbar und deckt die steigenden Sicherheitsanforderungen voll ab.