Meldung

Schutzschild für KMU

Die Telekom bietet ab Mitte April ein neues Sicherheitspaket für Großunternehmen und Mittelstand namens "Magenta Security Shield" an. Das Paket umfasst die wichtigsten Cyber-Abwehrmaßnahmen zum Schutz von Unternehmen ab einer Größe von 300 Mitarbeitern. Es deckt Schwachstellen auf und wehrt automatisch Angriffe ab.
Das neue Angebot ist ein Plug & Play-Paket. Die Telekom [1] baut dazu einen vorab konfigurierten Blade-Server ins Unternehmensnetz, dieser installiert die nötigen Sensoren sowie die erforderliche Software. Kernstück des neuen Angebots ist die Integration des Cyber Defense und Security Operations Center (CDC +SOC) der Telekom.

Firmen, die das Angebot nutzen, schützen mehr als 240 Cyberspezialisten des Bonner Abwehrzentrums, die die angeschlossen Firmennetze beobachten. Die Experten sollen erkennen, wenn dort etwas nicht stimme und Angriffe in Echtzeit abwehren. Das Paket hieve damit Kunden laut Telekom auf ein neues Sicherheitslevel. Sie erreichen ein Schutzniveau, wie es heute bereits Großkonzerne mit kritischen Infrastrukturen hätten.

Kalkulierbarer Pauschalpreis

Ein weiterer Hemmschuh für Firmen: Das Budget für Sicherheit ist vielfach nicht üppig. Die Telekom berechnet daher für das neue Paket inklusive der Anbindung an das SOC nur eine monatliche Pauschale. Der Preis richtet sich nach Anzahl der Mitarbeiter pro Standort.

Der Leiter der Telekom Security Dirk Backofen erläutert: "Cyber-Angriffe wachsen leider exponentiell und sie werden immer zielgerichteter und perfider. Wir sehen allein 71 Mio. Angriffe auf unsere Honey Pot-Systems an einem einzelnen Tag. Viele Firmen können diese Angriffswucht alleine nicht stemmen. Wir bieten Unternehmen daher Cyber Security Schutz mittels plug & play und leicht kalkulierbar." Backofen ergänzt: "Viele Firmen wissen nicht, dass der Angreifer längst in ihre Systeme eingedrungen ist und in aller Ruhe wichtige Dinge digital stehlen kann. Mit Monitoring in Echtzeit und automatischer Abwehr kontern wir dies wirkungsvoll."

Security-Versicherung der Allianz

Garantierte Sicherheit gibt es nicht. Drei von vier deutschen Unternehmen wa-ren in den letzten zwei Jahren Opfer von Cyberkriminalität. Fällt so wichtige Technik aus, wird es für die Unternehmen teuer. Der Branchenverband BITKOM rechnet: Mehr als 100 Milliarden Euro Schaden erleidet das Angriffsziel deutsche Wirtschaft pro Jahr.

Ab Sommer 2020 wird das "Magenta Security Shield" um eine weitere Schutzkomponente erweitert: Die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), der Industrieversicherer der Allianz Gruppe, bietet Telekom Kunden nach individueller Risikoanalyse eine Cyberversicherung. Die Konditionen seien vorteilhaft, weil Risiko eines erfolgreichen Angriffs verringert würde.

Die Unternehmen seien so doppelt abgesichert. Das Schild schütze das Unternehmensnetz, die Versicherung minimiere finanzielle Risiken im Schadensfall bis zur vereinbarten Höhe. Sie decke Aufwendungen für Ausfall und Wiederherstellung von Daten oder Systemen ab. Im Leistungsumfang seien zudem zahlreiche Dienstleistungen enthalten, wie der Zugang zu dem IT-Forensik-Netzwerk der AGCS oder weitere Incident Response Services.

"Ein Cyberangriff ist laut dem Allianz Risiko Barometer 2020 das größte Unternehmensrisiko für Unternehmen weltweit. Um dieses komplexe Risiko ganzheitlich zu minimieren, müssen technische Lösungen mit einem passgenauen Versicherungsschutz und effektiven Response Services kombiniert werden. Die innovative Kombination aus unserer Cyberversicherung und dem Magenta Security Shield wird bei Unternehmen zu einer signifikanten Verbesserung ihrer Cyberresilienz führen," sagt Thomas Sepp, Chief Underwriting Officer Corporate und Vorstandsmitglied der AGCS.
7.04.2020/dr

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