5G-Netz in der Cloud

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5G-Netz in der Cloud

08.05.2024 - 09:32
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Der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica nimmt den 5G Cloud Core in Betrieb, ein neues 5G-Kernnetz für die mobile Datennutzung, das vollständig in der Cloud realisiert wird. Das Unternehmen nutzt hierfür Technologien des europäischen Netzausrüsters Nokia sowie Amazon Web Services.

Der 5G Cloud Core wird in der ersten Phase für eine Kapazität von bis zu einer Million Kunden ausgelegt. Diese sollen von den Vorteilen der Cloud profitieren, zu denen unter anderem eine höhere Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit sowie schnellere Software-Updates gehören. Das fördere ein besseres Netzerlebnis, wenn sie im 5G-Standalone-Netz (5G Plus) des Anbieters surfen. Die AWS-Infrastruktur sei dabei so konzipiert, dass sie die sicherste verfügbare Cloud-Computing-Umgebung darstellt.

Kernnetze der Telekommunikationsanbieter bestehen standardmäßig aus mehreren Hochleistungsservern in Rechenzentren. Bisher nutzten Unternehmen die Infrastruktur von großen Cloud-Serviceanbietern nur, wenn sie eine komplett neue Netzinfrastruktur aufbauen wollten (Greenfield). O2 Telefónica geht nun den nächsten Schritt und realisiert das Datenkernnetz mit Nokia-Technologie auf der AWS-Infrastruktur.

Features per Mausklick

Neuerungen könnten über die Cloud mit einem Mausklick installiert werden. Das Cloud-Kernnetz soll das tägliche Kundenerlebnis verbessern und die Innovationszyklen beschleunigen, weil O2 Telefónica Updates, neue Netzfunktionen und Produkte schneller als bisher für seine Kunden realisieren könne.

Über die Cloud sei das Netz ausgelegt für eine hohe Verfügbarkeit: Beim Ausfall einzelner Server würde der Datenverkehr unmittelbar auf andere Server umgeleitet, um die Ausfallsicherheit der Dienste zu gewährleisten. Durch den Betrieb über die Cloud könnten manuelle Reparaturmaßnahmen ohne temporäre Unterbrechungen durchgeführt werden. Dadurch verbessere sich die Netzverfügbarkeit, was insbesondere bei modernen 5G-Anwendungen entscheidend ist.

Anpassbare Ressourcen

Das Netz lasse sich über die Cloud auch effizienter skalieren. Wenn sich die Nutzung der Kunden verändert, könne O2 Telefónica jederzeit Cloud-Ressourcen nach Bedarf erhöhen oder reduzieren. Das verbessere das Kostenmanagement des Unternehmens, das keine eigenen Server hinzukaufen und auslasten müsse. Gleichzeitig würde die Energieeffizienz verbessert, weil nur die Ressourcen zum Einsatz kämen, die auch tatsächlich benötigt werden. Dadurch könne das Unternehmen sein Kernnetz nachhaltiger betreiben.

Das Kernnetz ist der zentrale Teil des Mobilfunknetzes. Hier laufen sämtliche Anwendungen und Daten zusammen. O2 Telefónica hat deshalb nach eigener Aussage ein umfassendes Cloud-Security-Framework erarbeitet, das höchste Standards an Sicherheit, Qualität und Datenschutz anlegen soll. O2 Telefónica nutze Confidential Computing und weitere Verschlüsselungsmaßnahmen, wenn Daten gespeichert, übertragen oder bearbeitet werden. Alle Daten würden entweder bei O2 Telefónica oder über die Nokia- und AWS-Infrastruktur in Europa gespeichert.

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