Im Test: Fluke Networks LinkIQ

Lesezeit
1 Minute
Bis jetzt gelesen

Im Test: Fluke Networks LinkIQ

01.05.2023 - 07:05
Veröffentlicht in:

Bei allen Trends wie Hybrid Cloud oder Künstlicher Intelligenz bleibt das lokale Netzwerk das Fundament für eine zuverlässige IT. Insbesondere nach Arbeiten daran ist eine Überprüfung unverzichtbar, um die korrekte Funktion und hinreichende Performance sicherzustellen. Auch sollte eine Fehlersuche im Problemfall möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen. Wertvolle Unterstützung leistet hier ein Messgerät wie der handliche Kabel- und Netzwerktester LinkIQ, wie unser Test zeigt.

Der LinkIQ Kabel- und Netzwerktester von Fluke dürfte aufgrund der handlichen Ausführung bei Technikern schnell auf viel Gegenliebe stoßen, vereint er doch verschiedene Funktionen in einem Gerät und ist dennoch sehr einfach bedienbar. Die Bezeichnung Kabel- und Netzwerktester deutet schon auf eine Doppelfunktion hin, da das Gerät sowohl im Moment nicht genutzte, also quasi passive Netzwerkverbindungen prüfen, als auch im Netzwerk angeschlossene, also aktive Leitungen analysieren kann.

Darüber hinaus lässt sich eine PoE-(Power over Ethernet)-Versorgung vermessen. Optional ist das Gerät mit einer Testprobe erweiterbar, was den Funktionsumfang nochmals erweitert. Komplett verpackt in einer handlichen Tasche mit Schlaufe eignet sich der Tester als täglicher Begleiter bei der Verkabelung im Netzwerk- und Telekommunikationsbereich. Zu beachten ist, dass der Fokus auf Twisted-Pair-Netzwerkverbindungen sowie Zwei- und Vierdrahtleitungen mit RJ11/45-Anschluss liegt, optische Kabel damit also außen vor bleiben.

Testkasten Fluke Networks LinkIQFazit
In unserem Test hat sich der LinkIQ Kabel- und Netzwerktester als überaus universell einsetzbares und einfach zu bedienendes Werkzeug erwiesen. Er dürfte für jeden Netzwerktechniker eine wertvolle Hilfe sein, um zum einen die durchgeführten Arbeiten am Twisted-Pair-Netzwerk auf Funktion und Qualität zu prüfen, und zum anderen bei einer Fehlersuche schneller fündig zu werden. Die Qualitätsprüfung erstreckt sich bis 10 GBit/s, sodass der Tester auch für zukünftige Anforderungen geeignet ist.

Das Gerät arbeitet ausschließlich im Akkubetrieb, eine Ladung reicht für einen Arbeitstag. Gut gefallen hat uns außerdem, dass der Tester samt Zubehör sowohl für nicht angeschlossene Kabel sowie Kabelstrecken geeignet ist als auch für Messungen im aktiven Netzwerk. Weiterhin ist die Verwendung nicht auf das TP-Netzwerk beschränkt, sondern auch ein Einsatz in der Telekommunikation bei Zwei- und Vierdrahtleitungen möglich. Durch einen Automatikmodus muss der Benutzer vor einer Messung nichts umstellen, sondern kann diese mit einem Fingerdruck auf dem Touchscreen starten. Nur bei der Verwendung einiger zusätzlicher, eher selten benötigter Funktionen sind mehr Eingaben erforderlich.

Ebenfalls praktisch ist, dass sich bis zu 1000 Messungen im Gerät speichern sowie für eine Dokumentation mit der Software LinkWare PC herunterladen lassen. So ist es auch möglich, beim Einsatz von mehreren Testern eine übergreifende, gemeinsame Dokumentation zu pflegen. Wer sich mit dem LinkIQ des Öfteren auf die Suche nach unbekannten Kabelstreckenverläufen begeben muss, für den bietet sich schließlich die IntelliTone Pro 200 Probe als sinnvolle Ergänzung an. Über analoge und digitale Signale lassen sich unbekannte Leitungswege einfacher verfolgen. Mit 2214 Euro ist das Gerät dabei unserer Meinung nach fair bepreist.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 05/2023 ab Seite 14 oder in unserem Heftarchiv.

dr/ln/Jürgen Heyer

Ähnliche Beiträge

Im Test: Sunbird DCIM

Das DCIM-Werkzeug Sunbird verspricht die umfassende Verwaltung von Assets im Rechenzentrum mit vielen nützlichen Funktionen, ansprechender Oberfläche und maximalem Komfort. Dies gelingt mit der Software auch in geografisch verteilten Landschaften. Dabei liefert Sunbird wertvolle Daten zum Zustand und Energieverbrauch, und schafft somit einen guten Einblick in das RZ-Geschehen.

Zero-Touch-Provisionierung von aktiven Netzwerkkomponenten (3)

Zero-Touch-Provisionierungsprozesse sind im Rollout von Client-PCs und Servern bereits lange Zeit Standard. Im Gegensatz dazu kommen diese Prozesse bei aktiven Netzwerkkomponenten wie Routern und Switches nur selten zum Einsatz. Im dritten und letzten Teil gehen wir auf weitere Varianten ein, etwa die ZTP-Provisionierung ohne proprietären Server, die Boot-Loader-Variante iPXE oder das alte Verfahren AutoInstall.

Zero-Touch-Provisionierung von aktiven Netzwerkkomponenten (2)

Zero-Touch-Provisionierungsprozesse sind im Rollout von Client-PCs und Servern bereits lange Zeit Standard. Im Gegensatz dazu kommen diese Prozesse bei aktiven Netzwerkkomponenten wie Routern und Switches nur selten zum Einsatz. Im zweiten Teil der Workshopserie schildern wir den proprietären Cisco-Ansatz "Network-Plug-and-Play", der über eine GUI erfolgt und bei dem sich die ausgerollten Komponenten an die Gegebenheiten im Netzwerk anpassen lassen.