Administratorengruppen im Überblick
Im Active Directory (AD) von Windows Server 2025 spielen die verschiedenen Administratorengruppen eine zentrale Rolle. Jede dieser Gruppen verfügt über unterschiedliche Berechtigungen, die in manchen Fällen sehr weitreichend sind – beispielsweise bei den Schema-Admins, die tiefgreifende Änderungen am AD-Schema vornehmen dürfen. Um Sicherheitsrisiken zu vermeiden, ist es wichtig, die einzelnen Gruppen und ihre Rechte genau zu kennen.
Stand: 2025 – aktualisiert für Windows Server 2025
Wichtige Administratorengruppen im Active Directory
Domänen-Admins und Organisations-Admins
- Domänen-Admins verwalten jeweils eine einzelne Domäne und besitzen dort umfassende Rechte.
- Organisations-Admins haben Berechtigungen auf Gesamtstrukturebene (Root-Domäne) und damit weitreichendere Befugnisse über mehrere Domänen hinweg.
Schema-Admins
Eine der kritischsten Gruppen: Nur ihre Mitglieder dürfen Änderungen am AD-Schema durchführen. Installationen von Diensten wie Microsoft Exchange oder bestimmten Sicherheitslösungen erfordern temporäre Mitgliedschaft in dieser Gruppe.
Administrator (Konto)
Das erste Administratorkonto in der Root-Domäne ist besonders sensibel. Es besitzt standardmäßig Mitgliedschaften in allen zentralen Administratorgruppen und hat damit umfassenden Zugriff auf sämtliche AD-Funktionen.
Dienstspezifische Administratorengruppen
- DHCP-Administratoren: Erhalten volle Verwaltungsrechte über den DHCP-Dienst.
- DHCP-Benutzer: Dürfen nur lesend auf DHCP-Informationen zugreifen.
- DnsAdmins: Verwalten DNS-Server innerhalb der AD-Umgebung.
- DnsUpdateProxy: Enthält Computer (z. B. DHCP-Server), die dynamische DNS-Einträge für Clients erstellen.
- Richtlinien-Ersteller-Besitzer: Dürfen Gruppenrichtlinien (GPOs) in der Domäne erstellen.
- WINS Users: Nur relevant, wenn noch WINS im Einsatz ist (heute selten, aber in Legacy-Umgebungen möglich).
Änderungen in Windows Server 2025
Mit Windows Server 2025 bleibt die Grundstruktur der Administratorengruppen bestehen. Microsoft hat jedoch:
- die Sicherheitsrichtlinien verschärft,
- bessere Standarddelegationen implementiert und
- in Kombination mit Entra ID (Azure AD) hybride Szenarien stärker berücksichtigt.
Dadurch wird die Verwaltung von Administratorrechten noch granularer und sicherer.
Fazit
Die Administratorengruppen in Windows Server 2025 bilden das Rückgrat der Rechte- und Rollenvergabe im Active Directory. Wer diese Gruppen versteht und richtig einsetzt, schafft die Basis für eine sichere und effiziente IT-Infrastruktur. Gerade in Zeiten zunehmender Cybersecurity-Bedrohungen ist es unerlässlich, genau zu wissen, welche Gruppen wofür zuständig sind – und ihre Mitgliedschaften regelmäßig zu überprüfen.