Host Card Emulation

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Host Card Emulation ist ein Verfahren, was fast bei allen kontaktlosen Zahlungssystemen verwendet wird. Grundlage ist ein Mobilgerät wie ein Smartphone oder eine Smartwatch, welches NFC beherrschen muss. Auf dem Gerät wird eine App installiert und in dieser wird eine Kredit- oder Girokarte aktiviert. Damit wird bei einem Token-Service-Provider unter Einbeziehung der Hausbank ein Token (Pseudo-Kartennummer) generiert.

Beim kontaktlosen Bezahlen überträgt die App per NFC an das Bezahlterminal und von diesem an die Händlerbank. Bei Kreditkarten wird die Pseudo-Kartennummer (Token) und bei Girokarten die echte Kartennummer in einem Schlüssel und die Kartenfolgenummer übertragen. Die Händlerbank leitet die Anfrage an das entsprechende Zahlungsnetzwerk für Mastercard, VISA oder Girocard weiter. In diesem ermittelt der jeweilige Token Service Provider (MDES bei Mastercard, VEPTS bei VISA und Kopfstelle bei Girocard) die echte PAN des Users und übermittelt diese zur Liquiditätsprüfung an die Kundenbank. Nach Bestätigung dieser wird der Zahlungsvorgang abgewickelt.

Aktuelle Beiträge

Vom Schwachstellenscan zum belastbaren Pentest: Scope, Angriffspfade und Retest für Unternehmensnetze

Die meisten IT-Abteilungen scannen ihre Systeme regelmäßig auf Schwachstellen. Doch was fehlt, ist die Antwort auf eine simple Frage: Lässt sich eine dieser Lücken tatsächlich ausnutzen? Hier kommt ein Penetrationstest infrage. Der Weg vom Scanergebnis zum belastbaren Pentest verlangt ein klares Vorgehen.

BlueMind 5.7 erneuert Monitoring und Server-Stack

BlueMind hat seine gleichnamige Open-Source-Mail- und Collaboration-Plattform mit Version 5.7 technisch überarbeitet. Administratoren erhalten mit "Supervision" eine neue Monitoring-Anwendung auf Basis von Grafana, Alloy und Mimir. Zudem ersetzt Valkey künftig KeyDB. Weitere Neuerungen betreffen die LLM-Anbindung, Videokonferenzen und die Outlook-Integration.