UTF-EBCDIC

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


UTF-EBCDIC ist ein Unicode-Codierungsformat (UTF), das auf dem EBCDIC-Format aufbaut, ähnlich wie UTF-8 auf ASCII. Es kodiert die ersten 160 Unicode-Zeichen in jeweils einem Byte an den bei EBCDIC üblichen Positionen, soweit existent. Der restliche Unicode-Vorrat wird entsprechend UTF-8 in jeweils 2 bis 7 Bytes an Positionen kodiert, die bei diversen EBCDIC-Codepages mit verschiedenen graphischen Zeichen belegt sind.

UTF-EBCDIC wurde mit dem Ziel entwickelt, die Verarbeitung von Unicode-Daten in existierenden Mainframe-Anwendungen zu erleichtern. In der Praxis wird UTF-EBCDIC aber auch auf Mainframes nicht benutzt, da die IBM-Software wie DB/2, COBOL, PL/I, Java, MQ-Series oder das XML-Toolkit UTF-16 unterstützt. Auf neueren Großrechnern können diese sogar auf spezielle Maschinencode-Instruktionen zurückgreifen, mit denen die UTF-16-Verarbeitung effizient umgesetzt wird.

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