AWS plant souveräne europäische Cloud

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AWS plant souveräne europäische Cloud

25.10.2023 - 14:23
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Amazon Web Services kündigt die AWS European Sovereign Cloud an. Die neue unabhängige Cloud für Europa soll hiesigen Kunden aus dem öffentlichen Sektor und stark regulierten Industrien – zum Beispiel Betreiber kritischer Infrastrukturen – dabei helfen, spezifische gesetzliche Anforderungen an den Ort der Datenverarbeitung und an den Betrieb der Cloud zu erfüllen.

Die AWS European Sovereign Cloud wird sich in der EU befinden und dort betrieben. Sie sei dabei physisch und logisch von den bestehenden AWS-Regionen getrennt und biete laut Amazon dieselbe Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistung wie die bestehenden AWS-Regionen. Damit hätten Kunden eine zusätzliche Wahlmöglichkeit, um Anforderungen an den Ort der Datenverarbeitung, die betriebliche Autonomie und die operative Souveränität zu erfüllen. Die AWS European Sovereign Cloud soll mit ihrer ersten AWS-Region in Deutschland starten und allen Kunden in Europa zur Verfügung stehen.

Die Kontrolle über den Betrieb und den Support der AWS European Sovereign Cloud würde ausschließlich von AWS-Personal ausgeübt, das in der EU ansässig sei und sich in der EU aufhalte. Kunden mit besonderen Anforderungen an den Ort der Datenverarbeitung würde es mit der European Sovereign Cloud möglich sein, alle von ihnen erstellten Metadaten in der EU zu belassen. Dazu zählten unter anderem Rollen, Zugriffsrechte, Labels für Ressourcen und Konfigurationsinformationen. Die European Sovereign Cloud verfüge ferner über unabhängige Systeme für das Rechnungswesen und zur Nutzungsmessung.

Kunden der European Sovereign Cloud sollen dieselbe niedrige Latenz und hohe Verfügbarkeit erhalten, wie sie bestehende AWS-Regionen böten. Gleichzeitig hätten sie Zugang zu den "weltweit umfangreichsten und am weitesten verbreiteten" Cloudservices. Auch die European Sovereign Cloud soll Kunden mehrere Verfügbarkeitszonen bereitstellen – eine Infrastruktur, die sich an verschiedenen, voneinander getrennten geografischen Standorten befinde. Diese räumliche Trennung verringere das Risiko, dass ein Zwischenfall an einem einzelnen Standort den Geschäftsbetrieb des Kunden beeinträchtige. Gleichzeitig seien die Standorte nahe genug, um niedrige Latenzzeiten für hochverfügbare Anwendungen zu gewährleisten, die mehrere Verfügbarkeitszonen nutzen.

Wann genau die European Sourvereign Cloud starten soll, ist noch nicht bekannt. Auch scheint der Betrieb zwar physisch und logisch, aber nicht unbedingt rechtlich von der US-Mutter getrennt abzulaufen, was US-Behörden prinzipiell Zugriffsrechte ermöglichen dürfte.

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