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CPU-Turbo-Boost vermeiden

Zahlreiche Intel-Prozessoren unterstützen die Intel Turbo Boost Technologie, womit die CPU abhängig von mehreren Faktoren kurzzeitig die Taktfrequenz einzelner Prozessorkerne erhöhen kann. Manchmal kann es aber auch sinnvoll sein, unter Windows Server 2016 oder Windows 10 die Prozessortaktfrequenz zu limitieren, um beispielsweise die Außentemperatur eines passiv gekühlten Systems zu verringern oder bei anderen Systemen die Lüfterdrehzahlen zu limitieren. Wir erklären, wie das funktioniert.
Die Turbo-Boost-Funktion von Intel-Prozessoren lässt sich durch wenige Handgriffe entschärfen.
In bestimmten Lastsituationen, beispielsweise beim Ausführen von länger laufenden Stresstests, entwickelt der Prozessor durch Einsatz von Turbo Boost mehr Abwärme als im Normalbetrieb. Eine höhere Gehäusetemperatur bei passiv gekühlten Systemen sowie eine höhere Lärmentwicklung durch schneller drehende Lüfter bei konventionell gekühlten Systemen ist die Folge. Wenn Sie das vermeiden wollen, lässt sich Turbo Boost durch eine Limitierung der Prozessorleistung deaktivieren. Durch eine Beschränkung der Prozessorleistung auf 99 Prozent wird die Basisfrequenz des Prozessors etwa nur geringfügig gesenkt.

Beispielsweise läuft ein Intel-Core-i5-7400T-Prozessor mit dieser Einstellung mit maximal 2,3 GHz statt der normalen Basisfrequenz von 2,4 GHz. Die Limitierung der Prozessorleistung auf 99 Prozent gewährleistet aber, dass die Turbo-Boost-Funktion nicht zum Einsatz kommt. Führen Sie dazu die folgenden Schritte durch: Öffnen Sie zunächst die Energieoptionen und klicken Sie im aktuellen Energiesparplan auf "Energiesparplaneinstellungen ändern". Wählen Sie hier "Erweiterte Energieeinstellungen ändern". Setzen Sie dann im Bereich "Prozessorenergieverwaltung" die Einstellung für "Maximaler Leistungszustand des Prozessors" auf 99 Prozent und klicken Sie auf "OK".
17.02.2019/ln/Thomas-Krenn

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