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Univention Corporate Server runderneuert

Univention hat heute mit UCS 5 ein neues Major Release von Univention Corporate Server veröffentlicht. Im Fokus steht die umfassende Aktualisierung der technischen Basis mit Debian Buster, Samba 4 und Python 3. Weiteres Highlight ist das neu gestaltete UCS-Portal, über das Anwendende und Administrierende auf Apps zugreifen und direkt im Portal damit arbeiten können.
Das jetzt auf dem vue.js-Framework basierende Portal-Frontend in UCS 5 [1] sorgt laut Anbieter für deutlich verbesserte Barrierefreiheit, moderne Integrationsmöglichkeiten und eine insgesamt schlankere Implementierung. Anwendungen starten direkt im Portal statt in einem separaten Fenster und Benutzer können direkt in der Oberfläche damit arbeiten.

Ebenfalls neu ist die Integration der Management-Module für Administratoren in das Portal sowie die Gruppierung von Modulen in Themen-Ordnern für mehr Übersichtlichkeit. Die Umstellung auf vue.js geschieht für die Endanwender unbemerkt, da Module mit altem und neuem Framework parallel unterstützt werden. Möglich ist die CSS-basierte Erstellung von Themes: Farben und Schriften für alle von Univention bereitgestellten Web-Interfaces sind frei definierbar. Standardmäßig wird UCS von nun an mit einem modernen Dark-Theme ausgeliefert, der um weitere Themes ergänzt werden wird.

Dank einer neuen Multi-Select-Funktion ist im App Center nun die gleichzeitige Auswahl mehrerer Apps zur Installation, Aktualisierung oder Deinstallation in einem einzigen Schritt möglich. Dabei kann über ein Dialogfeld ausgewählt werden, auf welchen UCS-Instanzen diese jeweils installiert werden sollen. Abhängigkeiten werden dabei geprüft und benötigte weitere Apps zur gleichzeitigen Installation vorgeschlagen.

Neuer Unterbau
Die Module der UMC sind jetzt außerdem in das UCS Portal integriert, sodass Administratoren bereits von dort aus direkt auf sie zugreifen können. UCS 5 wurde gegenüber dem Release 4 dabei vollständig aktualisiert. Es basiert auf Debian Stable "Buster", das um aktuelle Pakete wie Samba 4 ergänzt wurde. Die Eigenentwicklungen von Univention zum Management der Identitäten und Systeme wurden von Python 2 auf Python 3 migriert und in diesem Zuge in vielen Bereichen aktualisiert oder verbessert.

UCS 5 unterstützt keine 32-Bit-Installationen mehr, und einige selten genutzte Module wie der Univention Virtual Machine Manager (UVMM) sind nicht mehr im Funktionsumfang enthalten. Auch die Kernfunktionalität der Rolle einer UCS Instanz wird in UCS 5 klarer bezeichnet. Der Domaincontroller "Master" heißt deshalb nun "Primary Directory Node", aus einem Domaincontroller "Slave" wird der "Replica Directory Node", der einfache Member-Server einer Domäne heißt nun "Managed Node".

Der Nagios-Server wird schließlich nicht mehr auf UCS 5 bereitgestellt, seine Alerting-Funktionen wird zeitnah durch die moderneren Prometheus Alertmanager und Grafana als Teil des UCS-Dashboards ersetzt. UCS 5 ist ab sofort verfügbar mit verschiedenen Subskriptions-Modellen mit Enterprise-Support und bis zu 7 Jahren Maintenance-Garantie erhältlich. Der Einstiegspreis für eine Standard-Subskription liegt bei 1.295 Euro pro Jahr.
26.05.2021/dr

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