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Moderne Arbeitswelt als Digitalisierungstreiber

Vor allem die Themenbereiche "moderne Arbeitswelt" und "Nachhaltigkeit" haben die Digitalisierung des deutschen Mittelstands zuletzt beflügelt. Zu diesem Schluss kommt der repräsentative "Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022". Hinsichtlich der Inanspruchnahme öffentlicher Förderprogramme stellt die Studie dagegen ebenso Nachholbedarf fest wie bei der Nutzung von Zukunftstechnologien wie Internet of Things oder künstliche Intelligenz.
KMU nutzen Förderprogramme wie "Digital Jetzt" offenbar zu selten, so der "Digitalisierungsindex Mittelstand".
Mittelständische Firmen setzen verstärkt auf mobile und digitale Zusammenarbeit, wie die dabei erstmals untersuchten Auswirkungen neuer Arbeitsmodelle ergaben. So habe sich New Work bei knapp der Hälfte (49 Prozent) der befragten Unternehmen als festes Arbeitsmodell etabliert. Entsprechend verbreitet seien Home Office und digitale Anwendungen und nutzen 57 Prozent Web- und Videokonferenzen. Die Telekom und das Analystenhaus techconsult befragten für den "Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022" [1]  mehr als 2000 mittelständische Unternehmen in Deutschland zum Grad ihrer Digitalisierung.

Home Office reißt Sicherheitslücken auf
Auf der anderen Seite waren auch Cyberangriffe in der deutschen Wirtschaft sehr präsent. Zu Sicherheitslücken trug dabei insbesondere die Verlagerung der Arbeitsplätze ins Home Office bei. So halten lediglich 43 Prozent der Befragten ihre mobilen Arbeitsplätze für ausreichend gesichert. Diesem Missstand begegnen die KMU mit höheren Investitionen in ihre Cybersicherheit. Dabei wollen sie vor allem die Sicherheit bei E-Mails und Technologien zur Verschlüsselung ebenso ausbauen wie Lösungen zum Identitätsmanagement und zur Authentifizierung.

Parallel dazu wächst auch das Bewusstsein für klimafreundliches Wirtschaften (71 Prozent). Das Potenzial der Digitalisierung in diesem Bereich nutzen sieben von zehn Unternehmen durch den Ersatz von Präsenzveranstaltungen durch Online-Varianten und 29 Prozent mit der Reduktion von Dienstreisen und Berufsverkehr.

IoT und KI bleiben zurück
Andere Möglichkeiten der Digitalisierung sieht die Studie hingegen als längst nicht ausgeschöpft. So setzt bisher nur eine Minderheit innovative Technologien wie das Internet of Things oder Künstliche Intelligenz ein. Hier könnten öffentliche Förderprogramme für einen Anschub sorgen, deren einzelnen Töpfe bis zu sechsstellige Fördermittelsummen zur digitalen Transformation bereitstellen.

Jedoch rufen bisher nur 18 Prozent diese Gelder für ihre Vorhaben ab. Als Gründe hierfür wurden oft fehlende Transparenz und bürokratische Hürden genannt – was sich mit Blick auf geförderte Unternehmen bekräftigt: Hier mussten etwa sechs von zehn Betrieben externe Unterstützung einholen. Nur so ließ sich das passende Programm finden und beantragen.
26.04.2022/mh

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