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Backupserver absichern

Backupserver spielen in vielen Unternehmen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, geschäftskritische Informationen mit einer Backup-Software vor dem Verlust zu schützen. Dieser Tipp verrät, wie sich der Backupserver mithilfe von Veritas Backup Exec am besten sichern und wiederherstellen lässt.
Meistens steht das Backup der Daten im Fokus. Der Backupserver selbst sollte jedoch auch regelmäßig gesichert werden.
Zur Sicherung des Backupservers lässt sich die Veritas-Anwendung "Simplified Disaster Recovery" (SDR) [1] nutzen. Sie gehört zum Lieferumfang von Backup Exec. Dabei legen Sie eine Recovery-Routine für den Backupserver fest. Allerdings gibt es dabei einige wichtige Punkte zu beachten. So darf der Backupserver nicht auf ein deduplizierendes Gerät gesichert werden, da die Recovery-Boot-Umgebung (SDR Boot Medium) die Dedup-Datenbank nicht enthalten kann. Diese Einschränkung gilt übrigens nur für den Backup-Exec-Server. Alle anderen geschützten Server lassen sich bei laufendem Backup Exec auch aus dem Dedup-Store wiederherstellen.

Die Lösung besteht also darin, den Backup-Exec-Server auf ein "einfaches" Backupmedium zu sichern, also etwa ein geteiltes Netzwerklaufwerk, eine USB-Platte oder ein Bandsystem. Daraus ergeben sich einige wichtige Einstellungen in der Jobkonfiguration von Backup Exec. In der Auswahlliste dürfen Sie keine Backupziele wie Backup-to-Disk-Geräte oder Dedup-Stores angeben und der Punkt "Shadow Copy Components" mit seinen Unterpunkten "User Data" und "Backup Exec Deduplication Storage" muss unbedingt abgewählt werden.

Ein weiterer Hinweis: Backup Exec erstellt von der eigenen SQL-Datenbank jede Nacht automatisch einen Dump, die Datei "BEDB.bak", als Teil der Dateisystemsicherung. Wenn Sie zusätzlich den Backup Exec Database Encryption Key (DEK) exportieren, sind Sie für den Fall eines Datenverlustes optimal vorbereitet. Falls die verwendeten Medien verschlüsselt sein sollten, ist es allerdings hilfreich, wenn Sie im Recovery-Fall auch auf die entsprechenden Passwörter zugreifen können. Prüfen Sie wie immer stets, ob alle Prozesse rund um das Backup und die Wiederherstellung im Desasterfall auch tatsächlich reibungslos funktionieren würden. Die Sicherung des Backupservers selbst ist davon keine Ausnahme.
6.10.2019/Veritas/ln

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