WMIC für Administratoren

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WMIC für Administratoren

24.01.2024 - 00:00
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WMIC: Auslaufmodell mit weiterhin nützlichen Funktionen

Das Windows Management Instrumentation Command-line Tool (WMIC) war über viele Jahre eines der wichtigsten Kommandozeilenwerkzeuge, um Informationen über Windows-Systeme auszulesen oder Verwaltungsaufgaben zu automatisieren. Obwohl Microsoft WMIC inzwischen als veraltet (deprecated) einstuft und es in aktuellen Windows-11-Versionen standardmäßig nicht mehr installiert ist, findet sich das Tool in vielen Windows-10- und Windows-Server-Umgebungen nach wie vor im Einsatz. Für neue Skripte empfiehlt Microsoft jedoch die Verwendung von PowerShell-Cmdlets oder CIM-Kommandos.

Gerade in heterogenen Infrastrukturen oder auf älteren Systemen eignet sich WMIC weiterhin hervorragend, um schnell Informationen wie Hersteller, Modell oder Seriennummer eines Rechners abzurufen – häufig schneller als der Griff zu einem Inventarisierungswerkzeug.

Systeminformationen auslesen

Das Grundprinzip von WMIC ist einfach: Über sogenannte WMI-Klassen lassen sich zahlreiche Informationen des Betriebssystems und der Hardware abfragen. Ein typisches Beispiel ist die Ausgabe von Hersteller, Modell und Seriennummer:

wmic csproduct get Vendor, Name, IdentifyingNumber

Die Ausgabe könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen:

IdentifyingNumber    Name                 Vendor
PF4XXXXXX            ThinkPad T16 Gen 3   Lenovo

Weitere nützliche WMIC-Befehle

Neben den Produktinformationen bietet WMIC zahlreiche weitere Abfragemöglichkeiten:

Betriebssysteminformationen

wmic os get Caption, Version, BuildNumber

BIOS-Version anzeigen

wmic bios get Manufacturer, SMBIOSBIOSVersion

Prozessorinformationen

wmic cpu get Name, NumberOfCores, NumberOfLogicalProcessors

Arbeitsspeicher

wmic computersystem get TotalPhysicalMemory

Festplatten

wmic diskdrive get Model, Size, SerialNumber

Informationen von Remote-Computern

WMIC kann Daten nicht nur lokal, sondern auch von entfernten Windows-Rechnern abrufen. Hierzu wird der Zielcomputer mit der Option /node angegeben:

wmic /node:PC01 bios get SerialNumber

Voraussetzung sind entsprechende Administratorberechtigungen sowie eine funktionierende WMI-Kommunikation über die Windows-Firewall.

Alternative: PowerShell

Da WMIC von Microsoft nicht mehr weiterentwickelt wird, empfiehlt sich für neue Skripte der Einsatz der PowerShell. Die folgenden Befehle liefern dieselben Informationen:

Get-CimInstance Win32_ComputerSystemProduct |
Select-Object Vendor, Name, IdentifyingNumber

Alternativ funktioniert auch:

Get-WmiObject Win32_ComputerSystemProduct |
Select-Object Vendor, Name, IdentifyingNumber

Get-WmiObject gilt allerdings ebenfalls als veraltet und wurde in PowerShell 7 entfernt. Für moderne Skripte sollte daher grundsätzlich Get-CimInstance verwendet werden.

WMIC unter Windows 11

Während WMIC unter Windows 10 sowie Windows Server 2016, 2019 und 2022 weiterhin verfügbar ist, hat Microsoft das Werkzeug seit Windows 10 Version 21H1 offiziell als veraltet markiert. In aktuellen Windows-11-Versionen (ab 24H2) wird WMIC standardmäßig nicht mehr installiert und muss gegebenenfalls als optionales Windows-Feature nachinstalliert werden. Langfristig sollten Administratoren daher ihre bestehenden WMIC-Skripte auf PowerShell-CIM-Cmdlets umstellen.

Fazit

WMIC bleibt ein praktisches Werkzeug für ältere Windows-Installationen und bestehende Administrationsskripte. Aufgrund der Abkündigung durch Microsoft und der schrittweisen Entfernung aus Windows 11 empfiehlt es sich jedoch, neue Automatisierungen konsequent mit PowerShell und Get-CimInstance umzusetzen. Dadurch bleiben Skripte auch auf zukünftigen Windows-Versionen lauffähig.