Anschlussbereich

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Als Anschlussbereich (AsB) wird die Verbindungsschleife zwischen der Vermittlungsstelle und dem angeschlossenen Teilnehmer-Apparat bezeichnet. Im öffentlichen Fernsprechnetz ist es der geografische Bereich zwischen der Ortsvermittlungsstelle und der Tk-Anschlussdose im Haus. Im Englischen wird dieser Bereich als Local Loop (LL) bezeichnet. Verbreitet ist auch die Bezeichnung "last mile" oder seltener "first mile". In Deutschland wird der Anschlussbereich zum Teil auch Monopolbereich genannt, weil die Anschlussbereichverkabelung fast ausschließlich in der Hand der Telekom ist. Für Wettbewerber wäre es zu teuer, eigene Anschlussbereichsleitungen legen zu lassen. Mit der Deregulierung des Telekommunikationsmarktes ist daher genau geregelt worden, wie und zu welchen Preisen die Telekom ihre Infrastruktur ihren Wettbewerbern zur Verfügung stellen muss.

Im Anschlussbereich dominiert die Zweidrahtkupferverkabelung. Die Kupferverkabelung ist in Bezug auf Dämpfung, Schleifenwiderstand und Anzahl der Anschlusseinheiten genau definiert. In Deutschland ergibt sich aus diesen Werten ein geografischer Bereich von maximal 5 km Radius um eine Ortsvermittlungsstelle herum. Auf Basis der Kupferleitungstechnik werden Dienste wie die analoge Telefonie, ISDN und xDSL angeboten. In Ostdeutschland findet man jedoch verbreitet auch optische Anschlussleitungen (OPAL), auf denen sich kein DSL einsetzen lässt.

Um die teure Verkabelung des Anschlussbereiches zu meiden, sind immer wieder auch Funktechniken wie WLL oder WiMax entwickelt worden.

Siehe auch:
Zugangsnetzwerk

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