Powerline Communication

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Powerline Communication (PLC) bezeichnet Technik zur Datenübertragung über das Stromnetz. Der Vorteil der PLC-Technik ist, dass man keine extra Datenkabel braucht, da Stromleitungen ja fast überall verfügbar sind.

PLC-Technik zur Überbrückung der letzten Meile zur Bereitstellung von Internet-Anschlüssen konnte sich weitgehend nicht durchsetzen, da die Technik zu störanfällig und in ihrer Datenrate begrenzt ist.

Erfolgreicher ist PLC im Bereich der privaten In-House-Vernetzung. Zu vernetzende Geräte werden dabei per USB oder Ethernet an einen PLC-Adapter angeschlossen, der in eine Steckdose gesteckt wird. Geräte mit denen kommuniziert werden soll, werden ebenso an eine andere Steckdosen des gleichen Leistungssystems angeschossen.

Theoretisch soll eine Datenrate von bis zu 500 MBit/s erreicht werden können, praktisch sind aber um die 150 MBit/s, die sich alle angeschlossenen Geräte teilen müssen, schon sehr gut. Sehr leicht bricht die Datenrate noch weiter ein, wenn durch andere Stromverbraucher oder Einstrahlungen (Stromleitungen sind nicht geschirmt) andere Störsignale ins Stromnetz eingekoppelt werden.

Da die ungeschirmten Stromleitungen durch ihre typischen Längen auch noch gute Dipole (Antennen) darstellen, trägt PLC-Technik auch selbst zum Elektrosmog bei. So wird der Kurzwellenbereich zum Teil stark gestört. Um dies zu vermindern, werden bei den meisten Geräten die Frequenzbänder der Amateurfunkbereiche im PLC-Spektrum durch Notching nicht verwendet.

Siehe auch:
Homeplug
HomePlug AV

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