SS7


Signalling System 7

Mit SS7 wird ein Out-of-Band-Netzwerk zur Steuerung von Telefonnetzen und der in diesem Netzwerk verwendete Zeichengabesatz (Protokoll) bezeichnet. Über SS7 werden Telefonverbindungen auf- und abgebaut, getestet und Dienste wie Anrufidentifikation, Anrufweiterschaltung oder Konferenzschaltungen ermöglicht. Auch für Abrechnungsfunktionen und intelligente Netzfunktionen (Intelligent Network - IN), die Datenverbindungen zu Datenbanken benötigen, dient SS7 als Basis.

Der SS7-Protokoll-Stack ist nach dem OSI-Modell aufgebaut. Die untersten drei Schichten werden MTP1, MTP2 und MTP3 genannt. Darüber sind verschiedene Protokolle wie SCCP, TCAP, TUP und ISUP angesiedelt.

Über Application Parts (AP) genannte Schnittstellen kann SS7 um anwendungsspezifische Funktionen erweitert werden.

Die Knoten in einem SS7-Netzwerk werden Signalling Points genannt. Man unterscheidet drei Typen (SSP, STP und SCP) zwischen denen es sechs verschiedene Linktypen (A-Link, B-Link, C-Link, D-Link, E-Link, F-Link) gibt.

Siehe auch:
BISUP
INAP
MAP
MTP
OMAP
SEP

0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|alle

Suche im Lexikon nach im

 

Fachartikel

Führungskräfte für IT-Sicherheit sensibilisieren (2) [10.08.2020]

Zuletzt gaben 29 Prozent der Unternehmen an, in den letzten zwei Jahren Opfer von Angriffen auf ihre IT gewesen zu sein. Zwar reagieren Unternehmen zunehmend mit Firewalls und Co. auf die Bedrohungslage, insgesamt steht es mit der Abwehrbereitschaft aber noch immer nicht zum Besten. Einer der Gründe dafür ist die mangelnde Sensibilität auf C-Level-Ebene. Schließlich nützt es nur wenig, wenn die IT-Abteilung zwar eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Bedrohungslage hat, die Führungsebene aber nicht die erforderlichen Ressourcen bereitstellt, um diesen Problemen zu begegnen. Die Artikelserie beschreibt daher Methoden zur Sensibilisierung von Führungskräften. In der zweiten Folge geht es darum, wie Sie WLAN-Schwachstellen aufspüren und demonstrieren. [mehr]

Grundlagen

Pass-the-Hash-Angriffe [23.06.2020]

Mit einer erfolgreichen Pass-the-Hash-Attacke wird ein Angreifer leicht Administrator der Windows-Domäne. Doch weil es technisch sehr schwierig ist, Inhalte des Arbeitsspeichers zu verteidigen, gibt es für die seit mehr als zwei Jahrzehnten bekannte Sicherheitslücke keinen Patch, sondern nur Empfehlungen für eine bessere Organisation der IT. Der ursprünglich sehr aufwendige Pass-the-Hash-Attacke ist heute nur noch eine Sache weniger Klicks. Wir beleuchten die Grundlagen dieses Angriffsvektors. [mehr]