Rich Communication Services

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Rich Communication Services (RCS) ist ein Kommunikationsstandard der GSMA, der als moderner Ersatz für SMS und MMS im Mobilfunk konzipiert ist. RCS beschreibt keine Chat-App sondern einen infrastrukturellen Dienst, der mit verschiedenen Apps genutzt werden kann. Er ermöglicht u.a. Gruppen-Chats, Dateiübertragungen und Enriched Calling. RCS soll so eine Alternative zu mobilen Instant-Messenger-Diensten wie WhatsApp, Signal, Telegram, Threema, und Apple iMessage bieten, die Wertschöpfung aber bei den Telekommunikationsanbietern belassen. Ein wesentlicher Unterschied zu diesen IM-Diensten besteht darin, dass RCS das Adressbuch des Anwenders nicht mit den Providern teilt. Nicht alle RCS-Funktionen, die im Standard definiert sind, werden von jedem Netz und jedem Client angeboten. Nur die Services, die zwei Kommunikationspartnern zur Verfügung stehen, werden auch im Client angezeigt. Die Nutzungsentgelte von RCS sind wie bei SMS, MMS und Telefonie providerabhängig. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung war am Anfang nicht vorgesehen, wird seit 2021 aber vor allem auf Betreiben von Google mehr und mehr eingebaut. Die Vorgänger SMS und MMS hatten überhaupt keine Verschlüsselung. RCS funktioniert im Gegensatz zu SMS und MMS auch über WLAN, was in Verbindung mit Voice over Wi-Fi wichtig ist.

Unter der Bezeichnung "Messaging as a Platform" (MaaP) wird die Möglichkeit für Firmen angeboten, mit ihren Kunden über RCS zu kommunizieren.

Trotz aller Bemühungen kann sich RCS nur schwer gegen die großen Instant-Messanger durchsetzen. Apple implementiert RCS in iPhones zum Beispiel überhaupt nicht.

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