SDH

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:

Synchronous Digital Hierarchy

Unter dieser Bezeichnung werden die ITU-Standards für die synchrone Übertragung von Daten mit hoher Geschwindigkeit zusammengefasst. Die Basisdatenrate von SDH beträgt 155,520 MBit/s, wobei in so genannten Synchronen-Transport-Modulen (STM) das N-fache (mit N = 1, 4, 16 oder 64) übertragen werden kann.

Die SDH-Technik ist zur Zeit die Standardtransporttechnik für Weitverkehrsnetze in der Telekommunikation. Sie löste die PDH-Technik ab, die bis etwa 1990 die dominierende Weitverkehrsnetztechnik war.

Der wesentliche Vorteil von SDH besteht in der synchronen Betriebsweise. Dadurch lässt sich ein synchrones byteweises Multiplexing von Verkehrsströmen realisieren, mit der Möglichkeit, ein Teilsignal in einem höherratigen Summensignal direkt abgreifen zu können.

Die SDH-Standards legen auch fest, wie ATM-Zellen oder IP-Datenpakete über SDH-Hochgeschwindigkeitsstrecken übertragen werden. Außerdem werden auch Regelungen zu Netzknoten wie Add/Drop-Multiplexer und digitale Crossconnects, Netzwerkarchitekturen und Aussagen zum Netzmanagement getroffen.

Das amerikanische Gegenstück zur SDH heißt SONET und unterscheidet sich im wesentlichen durch eine andere Basisdatenrate. Die Zusammenarbeit zwischen SDH und SONET ist aber von der ITU-T auch geregelt worden.

Siehe auch:
Container
Virtual Container
Tributary Unit
Tributary Unit Group
Administrative Unit
Administrative Unit Group
POH
NG-SDH
GFP
LCAS
VCAT
Virtual Concatenation

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